12. Mai 2009

Wieviel Strom braucht Google?

Das hat Google aber schon beschäftigt: im Januar hat der US-Physiker Alex Wissner-Gross von der Harvard University ausgerechnet, dass eine Suchanfrage bei Google soviel Strom verbraucht, wie eine halbe Kanne Tee zu kochen. Die erste Reaktion war seinerzeit ein Posting im Google Blog über den "wirklichen" Energieverbrauch einer Suchanfrage.

Demnach produziert eine Suche nicht 7 Gramm CO2, sondern nur 0,2g. Das Thema ist ziemlich komplex und Zahlen eher theoretisch. Also hat Google gestern ein Liste gepostet, wo der CO2 Ausstoß einer Google Suche mit Dingen des täglichen Lebens verglichen wird.

So entspricht die Produktion einer Zeitung 850 , ein Glas Orangensaft 1050 und ein Cheeseburger 15000 Suchanfragen.

Activity Google Searches
CO2 emissions of an average daily newspaper (PDF) (100% recycled paper) 850
A glass of orange juice 1,050
One load of dishes in an EnergyStar dishwasher (PDF)
5,100
A five mile trip in the average U.S. automobile 10,000
A cheeseburger 15,000
Electricity consumed by the average U.S. household in one month 3,100,000

Die Geschichte scheint einige Wellen geschlagen zu haben, denn der Harvard-Physiker hatte einen Tag nach der ersten Veröffentlichung klargestellt, dass es in seiner Untersuchung garnicht um Google ging, sondern Internetseiten allgemein:

One problem: the study’s author, Harvard University physicist Alex Wissner-Gross, says he never mentions Google in the study. "For some reason, in their story on the study, the Times had an ax to grind with Google," Wissner-Gross told TechNewsWorld. "Our work has nothing to do with Google. Our focus was exclusively on the Web overall, and we found that it takes on average about 20 milligrams of CO2 per second to visit a Web site."

And the example involving tea kettles? "They did that. I have no idea where they got those statistics," Wissner-Gross said. (Quelle: Technology News)

Im Google WatchBlog wurde seinerzeit diskutiert, ob das nicht zu sehr aufgebauscht wird und wie es denn bei anderen Suchmaschinen aussähe. Offenbar hat Wissner-Gross einen wunden Punkt bei Google getroffen.

18. April 2009

Erste autobahntaugliche Elektrolimousine

Kommt aus Amerika. Nach dem Roadster bringt Tesla Motors nun mit dem Model S eine viertürige Limousine auf den Markt. Der Wagen wird mit drei Akkupaketen angeboten, für 260, 370 oder 480 Kilometer. Geladen wird in 45 Minuten mit 120, 240 oder 480 Volt. Dabei bietet er Platz für 5 Erwachsene und 2 Kinder.

Tesla Model S

Der Preis beginnt bei 49.990 Dollar, die Auslieferung beginnt 2011.

08. April 2009

Sinn und Zweck der CO2 KFZ Steuer

Lange Diskussionen gingen der neuen Kfz-Steuer voran. Tiefensee, Gabriel und Steinbrück konnten zunächst keine Einigung erzielen. Viele Fragen wollten geklärt werden: Welche Basis soll zur Berechnung dienen, wie die Verteilung der Einnahmen stattfinden?

Nun ist es beschlossene Sache: Ab Juli 2009 tritt die neue Kfz-Steuer im Rahmen des Konjunkturpaktes II in Kraft. Eine Steuererleichterung für sparsame Autos soll zum einen die Industrie unterstützen, und zum anderen die Umwelt schonen. Aber was genau ändert sich eigentlich?

Die zukünftige Steuerregelung gilt nur für Neuwagen, für ältere Autos ändert sich nichts. Zunächst sollte die neue Kfz-Steuer nur nach dem CO2-Ausstoß berechnet werden. Durch die Besteuerung des Kraftstoffverbrauches ist das Hauptaugenmerk auf den Klimaschutz gerichtet. Nach einigen Debatten wird der Hubraum weiterhin Bestandteil bleiben. Die Berechnung wird sich dabei wie folgt darstellen:

Diesel und Benziner werden unterschiedlich berechnet, für Benziner werden zukünftig 2 Euro pro 100 Kubikzentimeter anfallen, für Diesel 9,50 Euro. Die höhere Berechnung für Dieselmotoren ist auf die Besteuerung des Kraftstoffes an der Tankstelle zurückzuführen, denn Benziner haben einen höheren Mineralsteuersatz. Der Ausgleich findet in dem höheren Sockelsteuersatz für Dieselmotoren statt.

Pkws, die weniger als 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen, werden vom CO2-Steueranteil bis 2012 befreit. Alle anderen Fahrzeuge werden mit 2 Euro pro Gramm CO2 berechnet. Mit der neuen Besteuerung sollen Spritfresser stärker zur Kasse gebeten werden, und zu einem Umdenken bei der Anschaffung eines Neufahrzeuges bewegen. Bis Juli 2009 ist also noch Zeit……..

02. April 2009

Mit der Abwrackprämie zu umweltfreundlichen Autos?

Seit Anfang des Jahres kann jeder Besitzer eines Altwagens eine Verschrottungsprämie in Höhe von 2500 Euro kassieren. Dies ist natürlich an bestimmte Bedingungen geknüpft. Jeder, der einen mindestens neun Jahre alten Wagen besitzt und ein neues Auto (mindestens Schadstoffklasse 4) kaufen will, kann die Prämie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA) beantragen. Der alte Wagen muss sich allerdings schon ein Jahr im Besitz des Antragstellers befinden.

Die Bundesregierung plante für die Umweltprämie, umgangssprachlich als Abwrackprämie bekannt, einen Etat von 1,5 Milliarden Euro ein. Damit könnten 600.000 Prämien ausgezahlt werden. Nach der Aufteilung des zur Verfügung stehenden Geldes wäre das Konjunkturpaket ausgelaufen, Experten rechneten damit zum Ende des Jahres 2009.

Doch die Fachleute hatten sich verrechnet und die Verwirrung um die Prämie begann.

Die Nachfrage der Abwrackprämie ist bis heute ungebrochen immens, bereits über eine Millionen Menschen haben einen Antrag eingereicht. Aber was tun? Die Koalition scheint auch noch keinen effizienten Lösungsansatz gefunden zu haben und so nimmt das Chaos seitdem seinen Lauf: zunächst sollte die Prämie ab Juni 2009 gekürzt, d.h. nur noch die Hälfte ausgezahlt werden. Das löste einen Massenandrang auf die Online-Anträge aus. Technische Pannen, unverschlüsselte sensible Daten und das Ausbleiben einer Bestätigungsemail waren die Folge.

Man entschied sich dann aber für eine neue Variante: die Gesamtkosten sollen auf eine feste Summe begrenzt werden. 4 Milliarden Euro sind hierfür im Gespräch.

Selbst in der Unionsfraktion werden die Kritiken immer lauter, die Prämie solle „abgewrackt“ werden. Zu diesem Zeitpunkt ist nur eines sicher: Bis Ende Mai wird die Prämie von 2500 Euro ausgezahlt. Was danach geschieht bleibt noch abzuwarten. Ein Ende der Verwirrung um die Prämie scheint noch nicht in Sicht zu sein….

31. März 2009

Olympia Co2 neutral

Die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 sollen co2 neutral werden, d.h. das anfallende Kohlendioxid wird kompensiert. Erreichen wollen die Organisatoren dieses Ziel, in dem sie für rund 3,6 Millionen US-Dollar CO2-Zertifikate kaufen. Kommen soll das Geld von Sponsoren.

Nach einer Studie werden bei Olympia 2010 etwa 300.000 Tonnen Kohlendioxid entstehen, der größte Teil kommt durch Flüge von Athleten, Zuschauern und Journalisiten zustande.

Der Chef des Organisationskomitee VANOC John Furlong sagte dazu: "Wir sind sehr optimisch, dass wir Sponsoren für das Projekt finden".

Gelesen bei ksta.de.

« Vorherige Einträge   Nächste Einträge »
data recovery