01. November 2007

IT Energiemonster

Die Informationstechnik ist für 5,3% des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich (Quelle: Technium, Kevin Kelly). Das entspricht etwa 1,6% der globalen CO2-Emissionen. Niels Boeing im Heise Technology Review über die Probleme und aktuellen Maßnahmen der Branche.

Sieht auf den ersten Blick nicht nach so viel aus, aber die IT-Branche ist ein lohnendes Ziel: Einsparungen sind bereits mit der aktuellen Technology möglich und es handelt sich um einen wachsenden Bereich. Neben den reinen Energiekosten ist die Wärmeentwicklung eine wichtige Triebfeder. Ich hatte das Thema im Eintrag Aus den Augen aus dem Sinn – Server im Rechenzentrum angesprochen. Im Review steht nun ein Zitat von Strato

Ergebnis: „Wir haben in den letzten 18 Monaten in den Rechenzentren eine Einsparung von 30 Prozent geschafft“, sagte Schmidt. Und fügte selbstbewusst hinzu: „Wenn wir das können, kann das jeder Anbieter, der sich Gedanken darüber macht.“ (Quelle)

Neben Einsparungen wechseln Anbieter auf Strom aus regenerativen Energien, um ihre CO2 Bilanz zu verbessern, z.B. Strato. Weiter hat

die Deutsche Telekom [...] begonnen, Klimaneutralisierung einzusetzen. Für den Energieverbrauch, der beim Betrieb der Telefone der neuen Sinus-Reihe im Laufe von fünf Betriebsjahren anfällt, würden 53.000 Tonnen CO2 in entsprechenden Projekten „stillgelegt“, sagte Claudia Schwab von der Telekom. (Quelle)

Bei den Endgeräten liegt noch riesiges Potential. In Firmen kann der Einsatz von Thin-Clients helfen

Ihre durchschnittliche Leistung betrage mit 17 Watt nur ein Viertel eines Standard-PCs. (Quelle)

Wenn ich meine eigenen Ergebnisse mit dem Strommessgerät vergleiche, müssen es nicht mal Thin Clients sein. Ein Notebook oder ein Mac mini verbrauchen im Normalbetrieb bereits jetzt schon nur etwa 25% des Stroms eines Desktop-PCs. Bei hoher Prozessorlast steigt der Verbrauch zwar, aber selbst unter Volllast liegt er bei etwa 50%. Und das bei einem vollwertigen Rechner.

In den meisten Haushalten werden Computer für anspruchslose Dinge (für den Prozessor) eingesetzt: im Internet surfen, einen Brief mit Word schreiben, die Bilder von der Digitalkamera sichern. Da können die Komponenten auf Sparflamme laufen. Wenn der Bedarf da ist, können die Komponenten “hochfahren”: einen Film komprimieren oder einen Kernel kompilieren. Leistung und Energiesparen müssen kein Widerspruch sein.

22. August 2007

Do-it-yourself: Wieviel Strom schluckt mein PC?

Und was schluckt den Strom? Die Grafikkarte? Die Festplatte? Bisher habe ich den Verbrauch mit einem Strommessgerät bestimmt – Ergebnisse in der Kategorie Stromspar Computer

Auf Meisterkuehler.de gibt es einen Energiebedarfsrechner, bei dem man den Verbrauch der einzelnen Komponenten bestimmen kann. Der Clou daran: man kann die einzelnen Komponenten aus Menüs auswählen. Falls es das Teil nicht in der Liste gibt, kann man auch den individuellen Verbrauch angeben. Alleine beim Prozessor sieht man schon Unterschiede: ein AMD Athlon 64 zieht 89W, ein Intel Core2 Duo nur 65W. Eine NVIDIA GeForce 5700 braucht 39W, eine GeForce 8800 verlangt 173W (!).

Als netten Zusatznutzen kann man zum Schluss noch die durchschnittliche Betriebszeit sowie den Strompreis angeben und bekommt den Jahresverbrauch und die Kosten angezeigt.

Die Liste wird von Zeit zu Zeit aktualisiert – letztes Update ist vom 8.8.2007

14. August 2007

Aus den Augen aus dem Sinn – Server im Rechenzentrum

Man vergisst so leicht: das Internet ist nicht nur ein virtuelles sondern auch ein physisches Netz. Es fließen nicht nur Tag für Tag Informationen über die Datenautobahn sondern auch Strom durch die Millionen von Rechnern weltweit. Dabei kann Otto-Normalverbraucher schonmal vergessen, dass damit nicht nur sein PC zuhause gemeint ist. Das ganze Netz ist nur möglich durch die vielen Server, die irgendwo in der Welt stehen.

Mitlerweile haben diese Server ein akutes Problem: die Hitze und damit (denn das eine folgt aus dem anderen) den Energieverbrauch. Kompletten Beitrag lesen …

20. April 2007

Mac mini – mini Verbrauch?

Er ist klein, leise, erschwinglich und sieht dabei auch noch nett aus: Apples Mac mini. Die verwendete Notebook Technik lässt beim mini hoffen, dass der Rechner auch die günstigen Verbrauchswerte eines Notebooks hat. Beim iMac hatte das ja nur teilweise funktioniert, die Werte waren zwar etwas besser als beim PC, aber kein Vergleich zu Notebooks.

Genau wie beim iMac bin ich für den mini auf Energiesuche im Freundeskreis gegangen und auch fündig geworden. Kompletten Beitrag lesen …

08. April 2007

Energieverbrauch am Computer – die Peripherie

Ein Computer (egal ob PC oder Mac) funktioniert nie alleine, er hat immer eine Reihe elektronischer Helferlein zur Seite. Neben dem Monitor ist der Drucker wohl das bekannteste Zusatzgerät. Ein Modem (DSL, ISDN oder analog) gehört ebenfalls zur häufigen Grundausstattung und auch ein WLAN-Router ist nichts ungewöhnliches (gerne auch kombiniert mit dem Modem). Danach gibt es eine nahezu unüberschaubare Liste weiterer Geräte wie USB-Hubs, Funktastatur, -maus oder -kopfhörer, Scanner, TV-Boxen, usw, usw …

Diese Liste ist also nahezu beliebig lang und für jeden Benutzer verschieden. Für meine Computeraccessoires habe ich mal wieder das Messgerät bemüht.

Zuerst der Router, der übernimmt bei mir in einem WLAN und DSL-Modem. Mein PC ist direkt per Kabel verbunden, aber für den Laptop habe ich WLAN aktiviert. Da ich nicht jedesmal den Router ein- und ausschalten möchte, bleibt er rund um die Uhr an. Im laufenden Betrieb zieht er 7W, was ich erfreulich wenig fand. Ich habe jetzt nicht getestet, ob und wie sich der Verbrauch verändert, wenn über das WLAN Daten geschickt werden. Da das WLAN nur selten genutzt wird und der PC – wie gesagt – per Kabel direkt verbunden ist, habe ich diesen Punkt erstmal vernachlässigt. Im ausgeschalteten Zustand (Schalter am Gerät) werden 0,8W vom Messgerät ausgewiesen. Das Netzteil verbraucht also auch ohne aktives Gerät – mehr als etwa der Fernseher auf Standby!

Der Tintenstrahldrucker liegt eingeschaltet zunächst bei 1,5W, erst wenn sich der Druckkopf bewegt, steigt der Verbrauch auf 5,5W an. Ausgeschaltet bleiben 0,2W auf dem Display stehen. Auch beim Drucker habe ich nicht alle möglichen Konstellationen probiert (Druck, SW/Farbe, viele Punkte/wenig Punkte).

Zum Schluss habe ich den Funkkopfhörer unter die Lupe genommen. Den nutze ich nicht ständig, die Ladestation ist aber dauerhaft am Netzteil angeschlossen. Mit ausgeschaltetem und nicht aufliegendem Kopfhörer – also nur Ladestation – werden 2,2W gezogen. Der gleiche Verbrauch wird angezeigt, wenn der Hörer an ist und Sound übertragen wird. Da der Hörer an sich über Akkus versorgt wird, verbraucht die Lade/Sendestation also keinen zusätzlichen Strom, wenn sie Signale schickt. Wird der Hörer wieder zum Aufladen aufgelegt, steigt der Verbrauch auf 3W.

Die Peripherie hat im Vergleich zum Rechner / Monitor keinen so großen Anteil am Gesamtverbrauch (nicht mal 10%). Vergleicht man die Peripherie aber mit den Standby-Werten, sieht es etwas anders aus. Router und Kopfhörer ziehen kontinuierlich ca. 9W, das sind im Jahr fast 80kWh und damit (bei mir) 15€. Damit das WLAN komfortabel genutzt werden kann, muss der Router an bleiben. Allerdings gibt es Zeiten, in denen auch das WLAN nie genutzt wird (etwa nachts zwischen 1 und 7). Beim Kopfhörer ist die Sache sogar noch einfacher, denn der muss überhaupt nur Strom haben, wenn der PC läuft.

Optimal wäre also, wenn der Router entweder nur zeitgesteuert anspringt oder wenn der PC an ist. Der Kopfhörer eigentlich nur, wenn der PC an ist. Vielleicht kann man das mit einer Zeitschaltuhr realisieren.

Am meisten Strom kann am Rechner selbst gespart werden. Denn der Computer verbraucht im Moment doppelt so viel wie mein Laptop unter Volllast.

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