23. Juni 2008

Energiesparlampen bei Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat auf ihrer Website einen eigenen Bereich Umwelt + Energie mit verschiedenen Infos. Dort kann zum Beispiel ein Chatprotokoll mit dem Energieexperten Lothar Beckmann zum Thema Energiesparlampen gelesen werden.

Im Chat wurde mit den immer noch vorhandenen Vorurteilen aufgeräumt, etwa dass Energiesparlampen nicht so lange halten oder dass sie schlecht für die Augen wären. Das Fazit des Experten: mit dem Wechsel nicht warten, bis die alte Glühbirne kaputt geht, sondern gleich umsteigen. Denn: ein Wechsel lohnt sich bereits nach 12 Monaten, dann hat man den höheren Preis schon wieder raus.

Natürlich gibt es auch einen Test aktueller Energiesparlampen:

Schon der Austausch einer einzigen Glühbirne bringt richtig Geld: 177 Euro spart zum Beispiel die Philips G120 Soft White mit 20 Watt gegen­über einer her­kömm­lichen 100 Watt-Glüh­lampe – gerechnet auf 10 000 Brenn­stunden. Es gibt keinen Grund, die technisch über­holten „Glüh­birnen“ weiter brennen zu lassen. (Quelle: test.de)

Die freien Infos geben schon einen guten Überblick, den Zeitschriftbeitrag kann man online für 1 € kaufen.

10. März 2008

Alles TV-Junkies in New York City

New York City Nacht
Bei New York Daily News lese ich gerade, dass New York City im zweiten Winter in Folge einen Rekord-Stromverbrauch hatte. Die These vom lokalen Stromanbieter dazu:

“This is now the second straight winter in which we’ve set a record for usage,” said Con Ed spokesman Chris Olert. “And we believe it’s the electronics and the luxury items that are to blame.” (Quelle: NYDaily News)

Das ganze neue elektronische Spielzeug ist schuld, klingt durchaus plausibel. Ich hatte ja auch einige Geräte durchgemessen und das ganze Zeug zusammen ergibt schon ein paar Watt. Interessant fand ich auch folgenden Kommentar von Ernestoman:

My guess is that it’s all those monitors in bars and clubs that really draw the juice. (Quelle: NYDaily News)

Da ist durchaus was dran. Es gibt heute erstens mehr und zweitens viel größere Bildschirme als vor ein paar Jahren. In jedem H&M hängen ein halbes Dutzend Flatscreens und zeigen den ganzen Tag irgendwelche Fashion Shows. Immerhin werfen die Geräte soviel Hitze ab, dass man damit auch direkt heizt ;-)

09. März 2008

REWE wird Grün

REWE Group Grünstrom
(Quelle: rewe-group.com)

Dieses Plakat kann man im Moment in Köln sehen: die komplette REWE Gruppe will ihren Strom zukünftig zu 100% aus erneuerbaren Energien beziehen.

Konkret bedeutet das: In bundesweit über 6.000 Märkten (REWE, PENNY, toom BauMarkt, B1 Discount Baumarkt, ProMarkt), Reisebüros (ATLASREISEN, DER Reisebüros) und Lagern wird Strom aus Wasserkraft, Wind und Biomasse genutzt. Und dies gilt für den gesamten Energiebedarf von der Beleuchtung über die Kühlung bis hin zur Klimatisierung. (Quelle: rewe-group.com)

Laut eigenen Angaben liegt der Gesamtenergiebedarf derzeit bei jährlich 2 Terawattstunden, bei fossiler Stromgewinnung entspricht das 600.000 Tonnen CO2. Das ist mehr, als alle Privathaushalte Kölns zusammen verbrauchen.

Mit der Beschaffung ihres Grünstroms hat die REWE Group den Energiedienstleister EHA – Energie-Handels-Gesellschaft mbH & Co. KG – beauftragt. Die EHA wickelt diesen Auftrag über das von der EU anerkannte Zertifikatesystem RECS (Renewable Energy Certificate System) ab. Sie erwirbt Zertifikate, die genau ausweisen, welche Menge Strom in welchem Zeitraum von welcher Anlage gekauft wurde. (Quelle: rewe-group.com)

Die EHA sitzt in Hamburg und ist eine 50% Tochter von REWE und Vattenfall. Neben dieser Umstellung, arbeitet REWE verstärkt am Energiesparen und hat dazu ein Energiecontrolling eingeführt, für das alle Verbraucher wie Licht, Kühlung, usw. getrennt erfasst werden können. Vergleiche zwischen einzelnen Märkten und Entwicklungen sind in Echtzeit möglich. Mithilfe eines speziellen Organisationshandbuchs sollen die Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert werden.

Durch den Wechsel zu Grünstrom wird REWE zum derzeit größten Stromabnehmer aus erneuerbaren Energien in Deutschland.

06. März 2008

Google Trend zu “green it”

Green IT ist das große Thema der CeBIT 2008. Es muss sich noch zeigen, ob es sich um ein schickes Marketingwort handelt, oder ob es ein dauerhafter Trend wird. Gespannte Erwartungen gibt es jedenfalls einige. Google sagt bisher folgendes dazu:

Green IT Google Trends
(Quelle: Google Trends: green it)

Schön zu sehen, ist der Anstieg der News zum Thema im Vorlauf der CeBIT (im unteren Feld des Diagramms). Es zeigt sich aber insgesamt eine Zunahme der Suchanfragen und das ganz besonders in 2008. Zumindestens der Begriff etabliert sich also s langsam.

Update: Nach Andys Hinweis (s.u.) hier auch mal der Trend von Technorati:
Technorati Trend green it
(Quelle: Technorati)

05. März 2008

Grüne CeBIT 2008

cebit green it logo Am 4. März ist die CeBIT 2008 gestartet, Top-Thema ist in diesem Jahr “green IT”. Da spendiert die Messe sogar einen eigenen Auftritt unter cebit.de. Neben einer Liste der green IT Aussteller, findet sich dort ein Podcast, ein Klimaquiz und Klimaneutrale Bekleidung.

Eine Senkung des Energieverbrauchs der IT tut aus mehreren Gründen not: im Vordergrund steht aktuell der Anteil an der CO2 Produktion, aber auch die generellen Energiekosten und die kaum mehr zu gewährleistende Kühlung erfordert ein Umdenken.

Die Hersteller verfolgen eine Reihe unterschiedlicher Ansätze, die sich aber auch kombinieren lassen. IBM zeigt Wasserkühlung, Rittal das “ökologische Data Center der Zukunft”. Durch einen künstigen Aufbau sollen die Luftströme optimal zur Kühlung genutzt werden.

Ein weiteres Einsparpotential bietet die Virtualisierung und ein damit verbundenes IT-Management. Denn viele Rechenkapazitäten liegen die meisten Zeit brach: ein Webserver z.B. ist für die Lastspitzen dimensioniert, die übrige Zeit langweilt er sich.

Wie man einen Büroarbeitsplatz energieeffizient einrichten kann, zeigen Aussteller des Gemeinschaftsstands Green-IT-Village in Halle 9. (Quelle: iX CeBIT 2008)

Laptops verbrauchen ja bereits weniger Energie als Desktop-Systeme, Thin Clients haben ein etwas anderes Konzept aber einen ähnlichen Effekt.

Mit dem green IT-Village auf der CeBIT in Halle 9, dem green IT-Guide sowie Foren und Vorträgen zum Thema green IT wird die Messe eine Kommunikationsplattform schaffen, die aufklären und informieren möchte, um dem Klimaschutz eine neue, der Dimension entsprechende absolut notwendige Aufmerksamkeit im Umfeld der IKT-Industrie zu geben. (Quelle: cebit.de)

Weitere Links:
CeBIT green IT
iX CeBIT Special Artikel
Die Auflistung der Green-IT Aussteller bei heise.
Stichwort “CeBIT Green IT” in Google

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