09. März 2009

Presse: RWE und Linde schließen Vertrag über Öko-Strom

Die RWE Key Account GmbH und die Linde Gas Therapeutics GmbH haben einen Vertrag über die Lieferung von umweltverträglich erzeugtem Strom abgeschlossen. Hierfür werden Zertifikate aus dem so genannten Renewable Energy Certificate System (RECS) eingesetzt, die einerseits die Herkunft von Strom aus 100% erneuerbaren Energiequellen bescheinigen und andererseits dokumentieren, dass der umweltverträglich erzeugte Strom in das europäische Netz eingespeist wird.


Seit dem 01.01.2009 werden alle deutschen Produktionsstandorte von Linde Gas Therapeutics im Sinne der Firmenphilosophie mit umweltfreundlich erzeugtem Strom versorgt.
„Wir stellen Arzneimittel unter anderem zur Therapie von Atemstörungen her. Für uns ist es deswegen sehr wichtig, unser natürliches Element, die Atmosphäre, sauber zu halten“, erläutert Dr. Peter Kalin, Leiter Marketing bei Linde Gas Therapeutics.
Gemeinsam mit RWE übernimmt Linde Gas Therapeutics damit eine aktive Rolle beim Umweltschutz und der CO2 Reduktion. Dr. Martin Glimpel, Geschäftsführer der RWE Key Account GmbH: „Klimaschutz ist für uns als innovativer Energieanbieter im Industriekundensektor eine zentrale Herausforderung. Die hohe zu liefernde Strommenge aus umweltfreundlicher Erzeugung hilft auch bei diesem Vertrag, deutlich CO2 einzusparen.“ (Quelle: RWE AG)

18. Februar 2009

Strom aus Hamstern

Bei heise lese ich heute die überschrift Energie aus Hamsterkraft, klingt doch vielversprechend. Bei dem Verfahren macht man sich den Piezoelektischen Effekt zu nutze. Dabei wird

durch mechanische Druckbelastung auf einen Kristall ein elektrisches Potential auf bestimmten Kristallflächen hervorgerufen (Quelle: msn Encarta).

Bereits mit winzigen Bewegungen kann man so Strom erzeugen, etwa für Nanogeräte

etwa mittels Tippen eines menschlichen Fingers auf einer Tischplatte oder bei einem Hamster, der herumläuft und sich kratzt. (Quelle: Technology Review)

Das ganze steckt noch in den Anfängen, die erzeugte Leistung ist bislang nicht groß genug. Das Ziel ist aber klar: durch sowieso stattfindende Bewegung elektrische Geräte zu betreiben (ob Nano, Mikro oder was auch immer). Vielleicht brauchen wir dann irgendwann keine Ladegeräte mehr für Handys, iPods und Co. Und vielleicht hat das auch noch einen positiven Effekt auf Bewegungsmuffel: wenn man lieber den Aufzug statt der Treppe nimmt, kann man danach eben keine SMS schreiben.

03. Dezember 2008

Elektroautos in Zukunft rot?

Letzte Woche hat E.ON Chef Wulf Bernotat bei der nationalen Strategiekonferenz zur Elektromobilität in Berlin gesprochen. Hier die Pressemitteilung:

„Ob wir eines Tages elektrisch betriebene Autos fahren werden, ist längst nicht mehr die Frage – sondern nur noch wann“, so Wulf H. Bernotat heute bei der nationalen Strategiekonferenz zur Elektromobilität in Berlin. Der E.ON-Vorstandsvorsitzende betonte die Vorteile von Elektrofahrzeugen: „Wir können damit Energie sparen, die Abhängigkeit von Ölimporten verringern und den Ausstoß von CO2 im Verkehr deutlich vermindern. Mit E.ON-Strom betrieben, würden Elektroautos in Deutschland schon heute nur noch 80 g CO2 pro km emittieren, halb so viel wie ein durchschnittlicher PKW mit Verbrennungsmotor und deutlich unter dem künftigen EU-Grenzwert von 120 g CO2. Und wenn E.ON wie geplant den Anteil erneuerbarer Energien an unserer Stromerzeugung bis 2030 auf 24 Prozent verdoppeln, wird das Autofahren noch umweltverträglicher.“

Da die Stromwirtschaft schon dem Emissionshandel unterliegt, sei die Elektrifizierung des Verkehrs zudem ein Weg, auch den Straßenverkehr in einen effizienten Mechanismus des Klimaschutzes einzubeziehen, so Bernotat.

E.ON sieht darüber hinaus die Möglichkeit, Elektroautos als Energiespeicher auf Rädern für den unregelmäßig verfügbaren Windstrom einzusetzen. Sie könnten nachts Strom aufnehmen und tagsüber beim Parken einen Teil ihrer Stromladung wieder in das Netz einspeisen. Dafür entwickelt E.ON im Rahmen eines Flottenversuchs mit dem Umweltministerium und VW schon jetzt Konzepte, weitere Projekte werden geprüft.

Für die Verbindung von Auto und Netz sorgen intelligente Stromzähler. Diese Minicomputer können zum Beispiel nachts, wenn viel Strom vorhanden ist, das Elektroauto selbständig mit Strom „tanken“. E.ON betreibt in Europa schon heute fast 1,8 Mio dieser sogenannten „smart meter“ und ist damit der zweitgrößte Anbieter dieser Technik, die die heute bekannten Stromzähler in Haushalten in den nächsten Jahren ersetzen wird. (Quelle: E.ON Pressemitteilung)

Vor allem den Ansatz, Autos als Zwischenspeicher für Strom aus erneuerbarer Energie zu nutzen, finde ich interessant.

06. August 2008

Strom aus Wellenkraft

Es gibt ja diverse Ansätze, um aus dem Meer Energie zu gewinnen. Im Fernsehen wurde uns in den letzten Monaten das Gezeitenkraftwerk vorgeführt. Es gibt auch Ansätze, um die Temperaturunterschiede zwischen der Oberfläche und Tiefen zu nutzen.

Die Bewegungen der Ozeane besitzen genug Energie, um zwei Billionen Watt Elektrizität zu liefern, schätzt das Büro für Energieeffizienz und erneuerbare Energie im amerikanischen Energieministerium. Das Problem: Wie man diese enorme Stromquelle anzapfen kann, ist noch umstritten. (Quelle: Technology Review)

Die britische Firma Checkmate SeaEnergy hat Wellenkraft-Generator “Anaconda” entwickelt. Der besteht zum größten Teil aus Gummi, ist damit leichter als andere Systeme. Erinnert ein wenig an einen steigenden Drachen:

Allerdings – wie bei den meisten dieser neuen Techniken – steckt die Entwicklung noch in den Anfängen:

Wie viel dieser Ressource tatsächlich ausgenutzt werden kann, ist jedoch noch völlig unklar, wie Bedard meint. Einer der Gründe dafür: Die Technologie ist noch sehr jung und wird von staatlichen Stellen im Vergleich zu Solar- und Windenergie noch wesentlich geringer unterstützt. Nicht nur in den USA kämen zudem noch große regulatorische und soziale Hürden bei der Umsetzung hinzu. Bedard schätzt deshalb, dass die mögliche maximale Energiemenge eher bei 250 Terawattstunden in den USA liegt. Das wäre immerhin genauso viel Strom, wie derzeit durch Wasserkraft erzeugt wird. (Quelle: Technology Review)

 

17. Juli 2008

Beamer und LCD-Projektoren fürs Spiel?

Zur Fussball-EM wurden ja wieder in jeder Kneipe die Beamer in Position gebracht. Inzwischen hat auch durchaus der eine oder andere so ein Teil zuhause oder überlegt, einen anzuschaffen. Die Preise sind dabei vergleichbar zu LCD-Fernsehern, warum also nicht? Filme – oder eben Fussballspiele – machen sich auf einem solchen LCD-Projektor aber auch einfach so gut!

Der Stromverbrauch spielt in den Überlegungen häufig keine große Rolle. Sollte er aber. Zur EM habe ich einmal den Strommesser vor den Beamer gehängt: 249W schlugen bei dem Model zu Buche. Bedenklicher fand ich noch den Standby-Verbrauch, der lag bei 13,5W.

Bei Amazon habe ich mir die Top 3 Geräte zum Suchwort Beamer angeschaut

Schon ganz ordentlich, das ist etwa doppelt so viel wie ein aktueller LCD-Fernseher, im Vergleich zu “klassischen” Röhrenfernsehern sogar 4-5 mal soviel.

Bei stromtip.de hat die Redaktion Fussball-Guck-Szenarien durchgespielt, das ist dabei rausgekommen:

Tipp der Redaktion
Wer einen Laptop besitzt, kann diesen an den Beamer anschließen. Dann ist der Spaß zwar immer deutlich energieintensiver als ohne Beamer, doch die Stromkosten werden gegenüber der PC-Variante deutlich reduziert – besonders wenn man auch nach der EM-Zeit gerne in großem Stil fernsieht oder Videos schaut. (Quelle: stromtip.de)

Dabei schneidet der Laptop mit der USB-Antenne am besten ab – naja, ist aber nicht für jeden wirklich ein Alternative. Und eins bleibt dabei unbeachtet: auf dem Beamer kann ich mit vielen Leuten zusammen schauen. Ich habe etwa das Finale mit etwa 20 Freunden auf einem Beamer verfolgt. Wenn ich die 480W für die Spieldauer auf 20 Personen umlege, bleiben gerade noch 24W übrig, weniger als die Hälfte der Laptop Variante für eine Person. Außerdem wars lustiger ;-)

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