06. September 2009

Die Welt nur mit Solarstrom

Heute morgen bin ich über folgende Landkarte gestolpert:

Soviel Fläche müsste mit Solarpanels bebaut werden, um den weltweiten Energiebedarf zu decken. Heute (blau) und 2030 (grün). Dazu gibt es eine umfassende Erläuterung: Total Surface Area Required to Fuel the World With Solar

20. Mai 2009

Daimler steigt bei Tesla ein

Der Stuttgarter Daimler-Konzern hat sich mit 10% am amerikanischen Elektroauto-Hersteller Tesla beteiligt. Damit verfolgt der Autoriese weiter sein Ziel der Elektrifizierung des Automobils. In der Vergangenheit arbeiteten die beiden Firmen bereits zusammen, um die ersten 1000 Elektro-Smarts auf die Straße zu bringen. Laut Daimler ist

Tesla ist derzeit der einzige Hersteller, der ein speziell auf Langstrecken ausgelegtes Batteriefahrzeug in Nordamerika und Europa vertreibt. (Quelle)

Laut Techcrunch erwartet Daimler nun den ersten batteriebetriebenen Mercedes in 2010, die komplette Produktpalette soll 2012 elektrische Motoren im Angebot haben.

Als Teil der Zusammenarbeit wird Prof. Herbert Kohler, Leiter E-Drive & Future Mobility bei der Daimler AG, Mitglied im Aufsichtsrat der Tesla Motors Inc. (Quelle)

Neben Tesla geht der Konzern weitere strategische Partnerschaften ein, so z.B. mit Evonik im Joint Venture Accumotive. Oder die Beteiligung an Li-Tec, einem Spezialisten für Lithium-Ionen Batteriezellen.

Bei Techcrunch heißt es weiter, dass die Anteile ca 50 Mio. Dollar wert sind. Außerdem ist Tesla’s Anfrage nach 350 Mio Dollar staatlicher Anleihe "informally approved and will also be announced shortly." Das Geld kommt gerade recht um Teslas erste Limousine Model S zu ermöglichen.

Weitere Infos bei heise Autos: Daimler beteiligt sich an Elektroautohersteller Tesla

12. Mai 2009

Wieviel Strom braucht Google?

Das hat Google aber schon beschäftigt: im Januar hat der US-Physiker Alex Wissner-Gross von der Harvard University ausgerechnet, dass eine Suchanfrage bei Google soviel Strom verbraucht, wie eine halbe Kanne Tee zu kochen. Die erste Reaktion war seinerzeit ein Posting im Google Blog über den "wirklichen" Energieverbrauch einer Suchanfrage.

Demnach produziert eine Suche nicht 7 Gramm CO2, sondern nur 0,2g. Das Thema ist ziemlich komplex und Zahlen eher theoretisch. Also hat Google gestern ein Liste gepostet, wo der CO2 Ausstoß einer Google Suche mit Dingen des täglichen Lebens verglichen wird.

So entspricht die Produktion einer Zeitung 850 , ein Glas Orangensaft 1050 und ein Cheeseburger 15000 Suchanfragen.

Activity Google Searches
CO2 emissions of an average daily newspaper (PDF) (100% recycled paper) 850
A glass of orange juice 1,050
One load of dishes in an EnergyStar dishwasher (PDF)
5,100
A five mile trip in the average U.S. automobile 10,000
A cheeseburger 15,000
Electricity consumed by the average U.S. household in one month 3,100,000

Die Geschichte scheint einige Wellen geschlagen zu haben, denn der Harvard-Physiker hatte einen Tag nach der ersten Veröffentlichung klargestellt, dass es in seiner Untersuchung garnicht um Google ging, sondern Internetseiten allgemein:

One problem: the study’s author, Harvard University physicist Alex Wissner-Gross, says he never mentions Google in the study. "For some reason, in their story on the study, the Times had an ax to grind with Google," Wissner-Gross told TechNewsWorld. "Our work has nothing to do with Google. Our focus was exclusively on the Web overall, and we found that it takes on average about 20 milligrams of CO2 per second to visit a Web site."

And the example involving tea kettles? "They did that. I have no idea where they got those statistics," Wissner-Gross said. (Quelle: Technology News)

Im Google WatchBlog wurde seinerzeit diskutiert, ob das nicht zu sehr aufgebauscht wird und wie es denn bei anderen Suchmaschinen aussähe. Offenbar hat Wissner-Gross einen wunden Punkt bei Google getroffen.

25. März 2009

Presse: Spandau und Vattenfall sparen 3.300 Tonnen CO2 ein

Landschaftspflegeholz wird im Heizkraftwerk Reuter als Brennstoff genutzt

[...] Nach ersten Schätzungen werden über das gesamte Jahr rund 3.500 Tonnen Holzhackschnitzel anfallen. Durch die Nutzung dieser Biomasse kann Vattenfall fast 1.400 Tonnen Steinkohle einsparen und den Ausstoß von 3.300 Tonnen CO2 vermeiden. Mit der Energie des Holzes lassen sich etwa 800 Berliner Haushalte ein Jahr lang mit Strom und Wärme versorgen.

Für Vattenfall ist die Kooperation mit dem Bezirk Spandau ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung des Energiekonzeptes für Berlin. "Wir haben uns die Nutzung von Biomasse für die Energieversorgung Berlins auf die Fahne geschrieben und konnten bereits zum Jahresanfang bei der Mitverbrennung von Weihnachtsbäumen gute Erfahrungen sammeln", erklärte Dr. Frank May, Mitglied des Vorstands von Vattenfall Europe Berlin und zuständig für die Kraftwerke und Neuprojekte. "Durch die Mitverbrennung des Spandauer Holzes engagieren wir uns aktiv für niedrigere CO2-Emissionen. Das ist gut für Berlin, für Spandau und für Vattenfall", fügte er hinzu. Gleichzeitig kündigte May an, auch mit anderen Berliner Bezirken ähnliche Kontrakte anstreben zu wollen.

Spandaus Baustadtrat Carsten-Michael Röding zeigte sich überzeugt, dass sein Bezirk durch die Kooperation mit Vattenfall maßgeblich zu den CO2 Einsparzielen des Berliner Senats beitragen kann. "Als Bezirk mit vielen Grünflächen verfügen wir über große Mengen Holzschnitt. Was liegt da näher, als diesen für die umweltfreundliche Energiegewinnung zur Verfügung zu stellen. Spandau profitiert dabei doppelt, denn die kleingehackte Biomasse heizt als Fernwärme anschließend viele hundert Wohnungen im Bezirk. Deshalb lässt sich mit Fug und Recht behaupten: Spandau spart CO2." (Quelle: vattenfall.de)

Klingt ja ganz schön toll, allerdings frage ich mich, was die denn früher mit den Weihnachtsbäumen gemacht haben? Wahrscheinlich verbrannt aber die Energie nicht genutzt.

13. März 2009

Presse: RWE Power errichtet Pilotanlage zur CO2-Rauchgaswäsche

Der Kölner Regierungspräsident Hans Peter Lindlar hat RWE Power die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Pilotanlage zur CO2-Rauchgaswäsche erteilt. Die Anlage wird im Innovationszentrum Kohle am Kraftwerksstandort Niederaußem errichtet. Sie wird ab Sommer diesen Jahres pro Stunde etwa 300 Kilogramm CO2 aus einem Teilstrom der Kraftwerksrauchgase abscheiden. Das entspricht bei der verarbeiteten Rauchgasmenge einem Abtrennungsgrad von 90 Prozent.

In der Pilotanlage werden alle Aspekte der CO2-Wäsche unter realen Bedingungen erprobt. Damit will RWE Power Erfahrungen für spätere Großanlagen sammeln, mit denen moderne konventionelle Braun- und Steinkohlenkraftwerke ab 2020 nachgerüstet werden könnten. [...] RWE Power ist für das CO2-Wäsche-Projekt eine Kooperation mit BASF und Linde eingegangen. Das Chemieunternehmen erprobt neue, energieeffiziente Waschflüssigkeiten zur Abtrennung des CO2 aus dem Rauchgas. Linde optimiert die Anlagentechnik für den Kraftwerksbetrieb. Ziel ist es, den Energieaufwand der CO2-Abtrennung erheblich zu verringern. Denn grundsätzlich mindert die CO2-Wäsche den Gesamtwirkungsgrad der Stromerzeugung. Diese Minderung gilt es, im Interesse von Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit so weit wie möglich, zu begrenzen.
Das Projekt ist auf neun Millionen Euro veranschlagt und wird zu 40 Prozent vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bezuschusst. Für das gesamte Entwicklungsprojekt mit Errichtung und Betrieb einer Pilot- und einer Demonstrationsanlage für die CO2-Wäsche hat RWE Power ein Budget von rund 80 Millionen Euro eingeplant. (Quelle: rwe.com)

Noch wird an diesen getestet und natürlich berichten die Stromkonzerne lieber über Ihre Maßnahmen zum Klimaschutz als über konventionelle Techniken. Bleibt zu hoffen, dass dabei Verwertbares herauskommt.

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