06. August 2007

Heizpilze im August?

Seit Samstag beglückt uns doch mal der Sommer mit seiner Anwesenheit. Natürlich musste diese (vielleicht einmalige) Gelegenheit am Samstag genutzt werden und ich machte einen Abstecher in die City. Nun sitze ich also bei angenehmen Temperaturen und einem gekühlten Getränk unter offenem Himmel. Drinnen sitzen kann man schließlich auch ein andermal. Die Leute haben sich schick herausgeputzt und flanieren am Tisch vorbei. So gegen 10 wird es langsam etwas kühler – ein Sonnentag macht eben noch keinen Jahrhundertsommer.

Rückblende: vor den Jahrhundertsommern der letzten Jahre oder etwa im Herbst hat man sich bei solchen Ausflügen mit einem wärmenden Kleidungsstück für spätere Stunden bewaffnet.

Dieser Brauch scheint nun in Vergessenheit geraten zu sein. Denn welche Szene beobachten meine Augen um 10:04? Der Kellner eilt herbei und startet den bereitstehenden Heizpilz.

Im August.

August?

Muss das sein? Verregneter Sommer hin oder her – ich kann mir doch auch ein Kleidungsstück über das T-Shirt oder das Sommerkleidchen ziehen, wenn mir ach so kalt ist. Weiß vielleicht jemand, wieviel Gas so ein Ding verbraucht? Ist aber eigentlich auch egal, ein Pullover läuft auch ohne Gas.

18. April 2007

CO2 freies Erdgas aus Norwegen

Norwegen ist der viertgrößte Produzent von Erdgas und der zweitgrößte Ölproduzent in Europa (s. auch Offizielle Seite Norwegens). Der Artikel “Der Schatz der Barentssee” (Reiner Luyken) in der ZEIT-Ausgabe vom 4. April beschreibt die Erschließung neuer Erdgasvorkommen im Norden des Landes.

Der norwegische Konzern Statoil legt bei der Erdgasförderung großen Wert auf die CO2 Vermeidung, denn in Norwegen gibt es ein Steuer auf CO2 von 50 Dollar pro Tonne. Im Rohgas ist CO2 enthalten, dass vor dem Weiterverkauf gefiltert werden muss. In heutigen Anlagen gelangt es einfach in die Luft. Bei der Anlage Snohvit ganz im Norden auf Melkoya bei Hammerfest wird dieses gefilterte Kohlendioxyd wieder unter die Erde gepumpt und dort in einer von Salzwasser durchtränkten Gesteinsschicht gespeichert. Ein darüber verlaufende undurchlässige Schicht verhindert den Wiederaufstieg des Gases. Die CO2-Trennung verbraucht dabei selbst Energie, so dass im Endergebnis etwa halbsoviel CO2 entsteht wie bei anderen Anlagen.

Norwegisches Erdgas enthält damit heute schon nur noch ~30% soviel CO2 wie der Weltmarktdurschnitt. Durch weitere Innovationen soll dieser Wert in den nächsten Jahren noch sinken:

Der CO2-Ausstoß der norwegischen Gasförderung beträgt heute nur noch 6,4 Kilogramm pro BOE (barrels of oil qwuivalent), verglichen mit weltweit 17,6 Kilogramm. Das 2004 angelaufene Gasfeld Kvitebjorn kommt soagr mit einer Emission von nur 1,9 Kilogramm aus.

Neben Snohvit liestet Statoil eine Reihe weiterer CO2-Projekte auf seiner Internetseite auf. Für jedes Projekt gibt es Hintergrundinformationen und Details zum angepeilten CO2-Ausstoß. Animationen und Schaubilder unterstützen die Erläuterungen.

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