30. Januar 2009

Autogas in Deutschland von BK-Gas

PRESSEMITTEILUNG von BK-GAS:

BK-GAS Logo BK-GAS, einer der führenden Anbieter von Autogas in den Beneluxländern, gab heute in der niederrheinischen Stadt Kleve den Startschuss für seinen deutschlandweiten Markteintritt. Bis Ende 2009 plant das Unternehmen, bundesweit rund 150 bis 200 BK-GAS Tankstationen zu eröffnen. „Unser Ziel ist es, bezahlbare, umweltfreundliche Mobilität mit Autogas für jeden zu schaffen und auf diese Weise zu einem nachhaltigeren und abgasärmeren Energiemix beizutragen“, sagt Peter Goedvolk, CEO von Argos Oil, dem Mutterkonzern von BK-GAS, anlässlich der heutigen Eröffnung.

„Gerade in Zeiten, in denen überall gespart und nach günstigen, umweltverträglichen Mobilitätslösungen gesucht wird, bietet Autogas eine clevere Alternative. Der Kraftstoff ist nicht nur umweltschonender als Benzin oder Diesel, sondern durch die Begünstigungen bei der Mineralölsteuer auch langfristig preiswerter“, sagt Alexander van den Buuse, Sales Manager von BK-GAS. Der wachsende Erfolg des alternativen Kraftstoffs gibt dem holländischen Unternehmen Recht. Europaweit fahren bereits mehr als 5,5 Millionen Fahrzeuge mit Autogas-Antrieb – Tendenz steigend. „Durch die flächendeckende Versorgung mit Autogas-Tankstationen in Deutschland, die in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Polen bereits besteht, wollen wir hierzulande Versorgungslücken schließen und die Verbreitung des Kraftstoffs weiter vorantreiben“, erklärt van den Buuse zu den Zielen des Unternehmens.

Nordrhein-Westfalen als Startpunkt der bundesweiten Offensive

Mit der Erschließung des deutschen Marktes, setzt das niederländische Unternehmen seinen europäischen Expansionskurs fort. In den Beneluxländern ist BK-GAS mit über 600 Verkaufsstellen und rund 32 Prozent Marktanteil bereits führender Anbieter im Bereich Autogas.
Die Wahl Nordrhein-Westfalens als Startpunkt der bundesweiten Offensive der Holländer hat einen guten Grund, denn dort besteht bundesweit bislang die stärkste Nachfrage. Den Anteil an Autogas-Fahrzeugen in der Region beziffert BK-GAS auf 0,63 Prozent, dicht gefolgt von Niedersachsen mit 0,56 Prozent.
Hier werden in Kürze die nächsten Tankstationen eingerichtet.

Für Norbert Wilder von der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve gibt der Markteintritt von BK-GAS ein beispielhaftes Signal: „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten – insbesondere im Automobilbereich – ist das Engagement unseres niederländischen Nachbarn ein Zeichen für Vertrauen in die Zukunft und den Wirtschaftsstandort Deutschland!“

Die Vorteile für das wirtschaftliche Umfeld der Autogas-Tankstationen hat Wilder dabei klar erkannt: „Kostengünstige Mobilitätslösungen sind nicht nur für die privaten Verbraucher wichtig, sondern auch für Unternehmen, die bei ihren Energiekosten auf jeden Cent achten müssen, um wirtschaftlich arbeiten zu können.“ Wilder meint damit vor allem die Vielfahrer unter den Mittelständlern und Kleinbetrieben wie Taxiunternehmen, Handwerksbetriebe oder ambulante Pflegedienste. Und er sieht noch einen weiteren positiven Aspekt in den Expansionsabsichten der Holländer: „Je besser das Netz an Tankmöglichkeiten, desto eher wird Autogas zu einer echten Alternative für die Verbraucher. Dies kommt auch den Kfz-Betrieben zu Gute, die Umrüstungen anbieten – sozusagen als Konjunkturprogramm im Kleinen.“

Zukunftsweisender Kraftstoff Autogas

Auch wenn Autogas in den letzten Jahren hierzulande einen rapiden Akzeptanzzuwachs erlebt hat, geht es den Niederländern neben der Etablierung des Kraftstoffs auch darum, die Verbraucher zu informieren. Denn die Bezeichnung LPG ist zwar vielen Autofahrern von niederländischen Tankstellen ein Begriff, die wenigsten wissen jedoch genau, was sich dahinter verbirgt.
Liquid Petroleum Gas (LPG) ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das sich bereits bei sehr niedrigem Druck verflüssigt. Der auch als Flüssiggas bezeichnete, schadstoffarme Brennstoff wird bereits seit Jahrzehnten als Autogas eingesetzt.

Flüssiggas fällt als Nebenprodukt bei der Erdgas- und Rohölförderung an und stellt sich als Kraftstoff äußerst energieeffizent dar. Der Schadstoffausstoß ist laut einer Studie des Deutschen Verbands Flüssiggas e.V. (DVFG) bei Autogas-Fahrzeugen gegenüber Benzin oder Diesel um 80 Prozent, die CO2-Emission um 18 Prozent reduziert.

Eigenschaften, deren Vorzüge auch die Politik mittlerweile erkannt hat und den Kraftstoff mindestens bis 2018 mit Begünstigungen bei der Mineralölsteuer fördert. Der Mineralölsteuer-Zuschlag beträgt für Autogas daher lediglich 45 Prozent des regulären Steuersatzes. Vorteile, die Alexander van den Buuse in einem Satz zusammenfasst: "Autogas beweist: Das ökologisch Vernünftige ist auch ökonomisch klug.“

Gründe, die bereits viele Automobilhersteller wie Chevrolet, Citroen oder Renault dazu bewogen haben, Autogas-Modelle serienmäßig anzubieten. Doch auch für den klassischen Benziner lohnt sich das Umsteigen auf Autogas. Die Umrüstungskosten von derzeit 2.000 Euro rentieren sich bei Vielfahrern bereits in kürzester Zeit. Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) hat errechnet: Wer jährlich 38.000 Kilometer fährt, für den macht sich die Investition bereits in weniger als einem Jahr bezahlt. Der „Daumenwert“ für die Wirtschaftlichkeit einer Umrüstung liegt bei rund 20.000 Kilometern im Jahr, abhängig von der Lebenserwartung des Fahrzeugs und dem individuellen Verbrauch.

Auch das in Deutschland oberste Gebot, das Fahrvergnügen, wird durch den Autogas-Betrieb nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil. Autogas-Fahrzeuge sind so genannte „bivalente“ Fahrzeuge. Das bedeutet, sie haben zwei Tanks: den serienmäßigen Benzintank und einen zusätzlichen Autogastank, der an den Platz des Reserverads in den Kofferraum eingebaut wird. Per Knopfdruck kann während der Fahrt bequem zwischen den beiden Tanks gewechselt werden. Das Resultat ist eine höhere Reichweite und garantierte Kraftstoffversorgung – sollte tatsächlich (noch) keine Autogas-Tankstation in der Nähe sein.

Über BK-GAS

BK-GAS ist in den Niederlanden Pionier, Trendsetter und mit 32 Prozent Marktanteil einer der führenden Anbieter im Bereich Autogas. Das Kerngeschäft des Unternehmens besteht in der Lieferung von Autogas an rund 600 Verkaufsstellen in den Beneluxländern sowie dem Bau und Unterhalt von Autogas-Tankanlagen. BK-GAS liefert jährlich 200 Millionen Liter Autogas in die Beneluxländer. Seit 2007 gehört BK-GAS zur Argos Group, einem unabhängigen niederländischen Ölunternehmen, das 2005 als erstes einen Treibstoff mit Biokomponenten auf den nationalen Markt brachte und als Pionier in der Entwicklung alternativer Kraftstoffe gilt. Die Übernahme durch die Argos Group war dabei nicht nur ein wichtiger Schritt für das internationale Wachstum von BK-GAS, sondern unterstützt das Unternehmen auch in seinen Bestrebungen, ressourcenschonende Mobilitätslösungen anzubieten.

15. Juli 2008

Preisexplosion beim Gas

Jetzt ist die Preiserhöhung da: mit einem halben Jahr Nachlauf erhöhen die meisten Gasanbieter ihre Preise. So sind es bei RWE durchschnittlich 25% zum 1. September, bei E.ON sind es 15% zum 1. August. Über alle Gasanbieter sind es etwa 13% (s. Focus online).

Der Gaspreis ist an den Erdölpreis gekoppelt, dadurch bedeutet ein höherer Ölpreis automatisch einen höheren Gaspreis – mit einem Verzug von 6 Monaten. Dabei ist das Ende der Fahnenstange vielleicht noch nicht erreicht. Verivox hat untersucht, wie sich weitere Teuerungen beim Öl auf den Gaspreis auswirken könnten:

Derzeit bezahlt ein deutscher Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh durchschnittlich 1375 Euro für Erdgas. Dieser Wert basiert auf Ölpreisen von etwa 100 Dollar zu Beginn dieses Jahres. Der Rohölpreis von derzeit etwa 145 Dollar wird sich zeitlich versetzt in Erdgaspreisen von durchschnittlich 1721 Euro niederschlagen, eine Preissteigerung von 20 Prozent. (Quelle: verivox.de)

Der Fall ist jetzt gerade eingetreten (s.o.). Was noch kommen kann:

Sollten die Rohölpreise dauerhaft auf 200 Dollar pro Barrel steigen, bekämen die Verbraucher dies sehr deutlich zu spüren. Die durchschnittlichen jährlichen Kosten für Erdgas würden sich dann auf etwa 2100 Euro belaufen, was einer Steigerung von 53 Prozent entspricht. Sollte der Ölpreis sich bei 300 Dollar einpendeln, müsste der Musterhaushalt sogar 2804 Euro pro Jahr bezahlen, 104 Prozent mehr als in der Gegenwart. Würde der Rohölpreis tatsächlich auf 400 Dollar steigen, müsste der deutsche Musterhaushalt mit jährlichen Kosten von 3508 Euro rechnen, eine Steigerung um 155 Prozent. (Quelle: verivox.de)

Da kann sich ein Wechsel zu einem Anbieter mit Preisgarantie lohnen. Bei mir währe z.B. ein Wechsel zu Nuon mit wakker Gas Privat oder E-WIE-EINFACH mit seinem MeinKlima-Tarif.

03. April 2008

Was ist Bio-Erdgas?

E.ON Thema der Woche Bio-Erdgas

Seit ein paar Wochen läuft wieder ein Werbespot mit dem netten jungen Herrn, der uns erklärt, wo der Strom herkommen könnte. Jetzt erklärt er uns zum E.ON Thema der Woche Bio-Erdgas, wo das Biogas herkommt, und was man damit machen kann.

Auf www.eon.com kann man sich über Erdgas aus regenerativen Energieträgern schlau machen. Grob vereinfacht entsteht das Gas in drei Schritten:

1. Vergärung von organischen Rohstoffen (sprich Pflanzen) zu Biogas
2. Veredlung des Biogases zu Bio-Erdgas durch Entzug Kohlendioxid, Wasser und Schwefelwasserstoff
3. Verdichtung auf den nötigen Betriebsdruck des Erdgasnetzes

Das fertige Produkt kann dann ins Erdgasnetz eingespeißt werden. Das besondere an Bio-Erdgas – im Gegensatz etwa zu Bio-Diesel – ist, dass es die gleiche Qualität hat wie Erdgas. Dabei hat es eine höhere
Effizienz als andere Biokraftstoffe:

Als Treibstoff eingesetzt besitzt Bio-Erdgas auch eine signifikant höhere Flächeneffizienz als andere Biokraftstoffe wie Biodiesel oder Bioethanol. D.h. von dem Biomasseertrag auf einem Hektar Anbaufläche kann man im Vergleich zu Biodiesel zum Beispiel etwa die dreifache Energiemenge an Bioerdgas herstellen. Mit der Ernte eines Hektars lässt sich soviel Bio-Erdgas produzieren, dass ein Erdgas-Auto damit ca. 70.000 Kilometer fahren kann. (Quelle: eon.com)

Die Webseiten enthalten also eine ganze Menge Infos, garniert mit den Fernsehspots und Flashanimationen. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die dann in einem FAQ-Bereich beantwortet werden.

Kaufen kann man das Bio-Erdgas bisher übrigens noch nicht im großen Stil. Es gibt zwar erste Angebote – etwa von Lichtblick – diese sind aber reginal begrenzt. Wenn sich ein Konzern wie E.ON mit dem Thema beschäftigt, wird es erstmal die größte Bioerdgas-Anlage Europas gebaut – in Schwandorf.

08. März 2008

Autogas im Crashtest

Der ADAC hat in seiner Ausgabe vom März 08 Fahrzeuge mit Autogasanlagen getestet. Das ganze sieht spektakulär aus und kann im ADAC TV online als Video angeschaut werden.

Insgesamt lief der Test positiv:

Ein Fahrzeug mit Autogas ist genauso sicher wie jedes andere Auto mit üblicher Benzin- oder Dieseltechnik (Quelle: ADACmotorwelt 3/2008, S. 38).

Warum ist Autogas überhaupt interessant?

Weil Autogas, eine Mischung aus Propan und Butan, sauberer als Benzin verbrennt, ist der tatsächliche CO2-Ausstoß bei unserem Autogas-Astra mit 140g/km geringer als im Benzinbetrieb (155g/km). (Quelle: ADACmotorwelt 3/2008, S.40)

Außerdem ist es billiger, jedenfalls für Vielfahrer:

Bei einem Benzinpreis von 1,38€/l und einem Autogaspreis von 0,69€/l spart man pro 100 gefahrenen Kilometern immerhin 3,13€. (Quelle: ADACmotorwelt 3/2008, S.40)

Allerdings ist der etwa 2800€ teuer Umbau nicht immer machbar:

Neben der gesetzlichen Sicherheitsnorm ECE-R67 müssen Autogas-Anlagen zum Nachrüsten seit April 2006 auch die fahrzeugspezifische ECE-R115 erfüllen, die ein Abgas-Gutachten enthält. (Quelle: ADACmotorwelt 3/2008, S.40)

Und diese Bescheinigung ist nicht immer für altere Fahrzeuge zu bekommen, da sich die Hersteller auf neue Fahrzeuge konzentrieren. Hat man die Bescheinigung nicht, braucht man eine Einzelbetriebserlaubnis – kompliziert und teuer.

Wer sich weiter über Autogas informieren will, findet beim ADAC eine Einführung.

17. September 2007

Gas wechseln in grün

Heute fand ich einen neuen Infobrief von Lichtblick im Briefkasten. Dort wird als “Weltneuheit” das neue Biogas Angebot gepriesen. Der Versorger bietet als erster eine umweltfreundliche Alternative für Gasabnehmer an. Naja, es sollte wohl besser umweltfreundlicheRE Alternative heißen, denn im Moment werden dem Gas erstmal 5% Biogas beigemischt. Man bekommt also mehr oder weniger (nämlich zu 95%) noch das gleiche Gas wie sonst auch.

Aber das Verhältnis wird sich im Zuge von Angebot und Nachfrage immer weiter zu Biogas verschieben – Kompletten Beitrag lesen …

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