19. September 2007

Game Over CO2!

Ich habe eigentlich was anderes gesucht, bin aber auf der Site Game Over CO2! gelandet. Sie berichtet vom (mitunter) todesmutigen Kampf der Bürger dieses Landes gegen den CO2-Terror. Jeder, der den Kampf noch nicht aufgenommen hat, kann das dort mit der großen Keule tun (im wahrsten Sinne des Wortes).

Game Over CO2

07. Juli 2007

Nochmal CO2 in die Tonne – diesmal E.ON

CO2-Abtrennung ist derzeit offenbar ein beliebtes Thema. Im Juni hat diesmal E.ON verkündet, dass eine Pilotanlage zur CO2-Abtrennung gebaut wird. Das ganze geschiet in Zusammenarbeit mit ALSTOM in Schweden, genauer gesagt in Karlshamn. Das Verfahren bindet das CO2 mit Ammoniak, was (laut Pressemitteilungen) im Vergleich zu anderen Verfahren wohl recht energiesparend funktioniert.

Studies demonstrate that Alstom’s technology results in an energy loss of approximately 10% versus other methods of post-combustion CO2 separation, which result in losses of nearly 30%.
(Quelle: Alstom)

Dabei werden bis zu 90% des CO2 aus den Abgasen getrennt. 2008 soll das Kraftwerk fertig sein, anschließend wird eine weitere Pilotanlage in den USA gebaut, dort allerdings nicht mit E.ON sonder AEP (American Electric Power).

Beim Surfen auf den Alstom Seiten habe ich noch eine Pressemitteilung gesehen, dass auch die CO2 freie Erdgasförderung in Norwegen mit der Ammoniak-Technologie arbeitet – allerdings war mein Artikel schon im April online, die PM ist vom Juni.

E.ON erklärt auf seiner Website auch die drei derzeit möglichen Verfahren für CO2 Abtrennung:

  • Pre Combustion
  • Post Combustion
  • Oxyfuel-Verfahren

Kurz zusammengefasst trennt das erste Verfahren das CO2 von der Kohle vor der Verbrennung, indem die Kohle in Gas umgewandelt wird. Das zweite trennt das Kohlendioxid mit Lösungsmitteln aus den Abgasen nach der Verbrennung. Beim dritten Ansatz wird der Brennstoff mit reinem Sauerstoff verbrannt, so dass als Abgas CO2 und Wasser entstehen, was sich relativ leicht trennen lässt.

Wer noch detailiertere Infos zur CO2 Abscheidung möchte, sollte mal hier schauen (allerdings in Englisch).

22. Juni 2007

Steigende Strompreise für den Klimaschutz?

Bei heute.de habe ich folgendes Zitat gefunden:

…SPD-Emissionshandelsexperte Frank Schwabe. Schwabe kritisierte Drohungen von Stromversorgern, wegen der erwarteten Mehrkosten von schätzungsweise 400 Millionen Euro die Strompreise zu erhöhen. Diese Reaktion sei “unterirdisch”. Die neuen Regeln würden lediglich dazu führen, die “exorbitanten” Gewinne der Energieversorger etwas zu schmälern.

(Quelle)

Worum gehts? Kompletten Beitrag lesen …

03. Juni 2007

CO2 Reduktion live im Internet

Vattenfall baut am Standort Schwarze Pumpe die weltweit erste Pilotanlage für ein CO2-freies Braunkohlekraftwerk.

Klingt doch ganz spannend. Das Thema habe ich schon mal angeschnitten (CO2 in die Tonne und CO2 freies Erdgas aus Norwegen). Auf der zugehörigen Seite bei Vattenfall – die merkwürdigerweise nicht in der PM verlinkt ist – finden sich eine Menge Hintergrundinformationen darüber, wie die CO2 Abscheidung und Speicherung funktioniert, garniert mit Animationen und Bildern. Ein kleiner Gag dabei ist die Webcam, mit der man den Bau live verfolgen kann. Wer übrigens möchte, kann sich das Verfahren auf der Ecotec in Essen anschauen – allerdings ist die Veranstaltung nur noch heute.

Vattenfall ist insgesamt recht aktiv im Bereich Klima, der Chef Lars G. Josefsson ist derzeit auch der Klimaschutzberater von Bundeskanzlerin Merkel. Es soll nicht verschwiegen werden, dass Vattenfall stark von der CO2-Technik profitiert, da sie über ein große Zahl von Braunkohlekraftwerken verfügen. Betreiber von z.B. Atomkraftwerken müssen sich mit dieser Technologie weniger beschäftigen. Sei’s drum, jedenfalls hat der Konzern eine Studie zur Treibhausgasreduktion zu bieten: die Climatemap – in Form einer Flashanimation aufbereitet.

18. April 2007

CO2 freies Erdgas aus Norwegen

Norwegen ist der viertgrößte Produzent von Erdgas und der zweitgrößte Ölproduzent in Europa (s. auch Offizielle Seite Norwegens). Der Artikel “Der Schatz der Barentssee” (Reiner Luyken) in der ZEIT-Ausgabe vom 4. April beschreibt die Erschließung neuer Erdgasvorkommen im Norden des Landes.

Der norwegische Konzern Statoil legt bei der Erdgasförderung großen Wert auf die CO2 Vermeidung, denn in Norwegen gibt es ein Steuer auf CO2 von 50 Dollar pro Tonne. Im Rohgas ist CO2 enthalten, dass vor dem Weiterverkauf gefiltert werden muss. In heutigen Anlagen gelangt es einfach in die Luft. Bei der Anlage Snohvit ganz im Norden auf Melkoya bei Hammerfest wird dieses gefilterte Kohlendioxyd wieder unter die Erde gepumpt und dort in einer von Salzwasser durchtränkten Gesteinsschicht gespeichert. Ein darüber verlaufende undurchlässige Schicht verhindert den Wiederaufstieg des Gases. Die CO2-Trennung verbraucht dabei selbst Energie, so dass im Endergebnis etwa halbsoviel CO2 entsteht wie bei anderen Anlagen.

Norwegisches Erdgas enthält damit heute schon nur noch ~30% soviel CO2 wie der Weltmarktdurschnitt. Durch weitere Innovationen soll dieser Wert in den nächsten Jahren noch sinken:

Der CO2-Ausstoß der norwegischen Gasförderung beträgt heute nur noch 6,4 Kilogramm pro BOE (barrels of oil qwuivalent), verglichen mit weltweit 17,6 Kilogramm. Das 2004 angelaufene Gasfeld Kvitebjorn kommt soagr mit einer Emission von nur 1,9 Kilogramm aus.

Neben Snohvit liestet Statoil eine Reihe weiterer CO2-Projekte auf seiner Internetseite auf. Für jedes Projekt gibt es Hintergrundinformationen und Details zum angepeilten CO2-Ausstoß. Animationen und Schaubilder unterstützen die Erläuterungen.

   Nächste Einträge »
Data Recovery