02. April 2009

Mit der Abwrackprämie zu umweltfreundlichen Autos?

Seit Anfang des Jahres kann jeder Besitzer eines Altwagens eine Verschrottungsprämie in Höhe von 2500 Euro kassieren. Dies ist natürlich an bestimmte Bedingungen geknüpft. Jeder, der einen mindestens neun Jahre alten Wagen besitzt und ein neues Auto (mindestens Schadstoffklasse 4) kaufen will, kann die Prämie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA) beantragen. Der alte Wagen muss sich allerdings schon ein Jahr im Besitz des Antragstellers befinden.

Die Bundesregierung plante für die Umweltprämie, umgangssprachlich als Abwrackprämie bekannt, einen Etat von 1,5 Milliarden Euro ein. Damit könnten 600.000 Prämien ausgezahlt werden. Nach der Aufteilung des zur Verfügung stehenden Geldes wäre das Konjunkturpaket ausgelaufen, Experten rechneten damit zum Ende des Jahres 2009.

Doch die Fachleute hatten sich verrechnet und die Verwirrung um die Prämie begann.

Die Nachfrage der Abwrackprämie ist bis heute ungebrochen immens, bereits über eine Millionen Menschen haben einen Antrag eingereicht. Aber was tun? Die Koalition scheint auch noch keinen effizienten Lösungsansatz gefunden zu haben und so nimmt das Chaos seitdem seinen Lauf: zunächst sollte die Prämie ab Juni 2009 gekürzt, d.h. nur noch die Hälfte ausgezahlt werden. Das löste einen Massenandrang auf die Online-Anträge aus. Technische Pannen, unverschlüsselte sensible Daten und das Ausbleiben einer Bestätigungsemail waren die Folge.

Man entschied sich dann aber für eine neue Variante: die Gesamtkosten sollen auf eine feste Summe begrenzt werden. 4 Milliarden Euro sind hierfür im Gespräch.

Selbst in der Unionsfraktion werden die Kritiken immer lauter, die Prämie solle „abgewrackt“ werden. Zu diesem Zeitpunkt ist nur eines sicher: Bis Ende Mai wird die Prämie von 2500 Euro ausgezahlt. Was danach geschieht bleibt noch abzuwarten. Ein Ende der Verwirrung um die Prämie scheint noch nicht in Sicht zu sein….

30. Januar 2009

Autogas in Deutschland von BK-Gas

PRESSEMITTEILUNG von BK-GAS:

BK-GAS Logo BK-GAS, einer der führenden Anbieter von Autogas in den Beneluxländern, gab heute in der niederrheinischen Stadt Kleve den Startschuss für seinen deutschlandweiten Markteintritt. Bis Ende 2009 plant das Unternehmen, bundesweit rund 150 bis 200 BK-GAS Tankstationen zu eröffnen. „Unser Ziel ist es, bezahlbare, umweltfreundliche Mobilität mit Autogas für jeden zu schaffen und auf diese Weise zu einem nachhaltigeren und abgasärmeren Energiemix beizutragen“, sagt Peter Goedvolk, CEO von Argos Oil, dem Mutterkonzern von BK-GAS, anlässlich der heutigen Eröffnung.

„Gerade in Zeiten, in denen überall gespart und nach günstigen, umweltverträglichen Mobilitätslösungen gesucht wird, bietet Autogas eine clevere Alternative. Der Kraftstoff ist nicht nur umweltschonender als Benzin oder Diesel, sondern durch die Begünstigungen bei der Mineralölsteuer auch langfristig preiswerter“, sagt Alexander van den Buuse, Sales Manager von BK-GAS. Der wachsende Erfolg des alternativen Kraftstoffs gibt dem holländischen Unternehmen Recht. Europaweit fahren bereits mehr als 5,5 Millionen Fahrzeuge mit Autogas-Antrieb – Tendenz steigend. „Durch die flächendeckende Versorgung mit Autogas-Tankstationen in Deutschland, die in den Niederlanden, Frankreich, Italien und Polen bereits besteht, wollen wir hierzulande Versorgungslücken schließen und die Verbreitung des Kraftstoffs weiter vorantreiben“, erklärt van den Buuse zu den Zielen des Unternehmens.

Nordrhein-Westfalen als Startpunkt der bundesweiten Offensive

Mit der Erschließung des deutschen Marktes, setzt das niederländische Unternehmen seinen europäischen Expansionskurs fort. In den Beneluxländern ist BK-GAS mit über 600 Verkaufsstellen und rund 32 Prozent Marktanteil bereits führender Anbieter im Bereich Autogas.
Die Wahl Nordrhein-Westfalens als Startpunkt der bundesweiten Offensive der Holländer hat einen guten Grund, denn dort besteht bundesweit bislang die stärkste Nachfrage. Den Anteil an Autogas-Fahrzeugen in der Region beziffert BK-GAS auf 0,63 Prozent, dicht gefolgt von Niedersachsen mit 0,56 Prozent.
Hier werden in Kürze die nächsten Tankstationen eingerichtet.

Für Norbert Wilder von der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve gibt der Markteintritt von BK-GAS ein beispielhaftes Signal: „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten – insbesondere im Automobilbereich – ist das Engagement unseres niederländischen Nachbarn ein Zeichen für Vertrauen in die Zukunft und den Wirtschaftsstandort Deutschland!“

Die Vorteile für das wirtschaftliche Umfeld der Autogas-Tankstationen hat Wilder dabei klar erkannt: „Kostengünstige Mobilitätslösungen sind nicht nur für die privaten Verbraucher wichtig, sondern auch für Unternehmen, die bei ihren Energiekosten auf jeden Cent achten müssen, um wirtschaftlich arbeiten zu können.“ Wilder meint damit vor allem die Vielfahrer unter den Mittelständlern und Kleinbetrieben wie Taxiunternehmen, Handwerksbetriebe oder ambulante Pflegedienste. Und er sieht noch einen weiteren positiven Aspekt in den Expansionsabsichten der Holländer: „Je besser das Netz an Tankmöglichkeiten, desto eher wird Autogas zu einer echten Alternative für die Verbraucher. Dies kommt auch den Kfz-Betrieben zu Gute, die Umrüstungen anbieten – sozusagen als Konjunkturprogramm im Kleinen.“

Zukunftsweisender Kraftstoff Autogas

Auch wenn Autogas in den letzten Jahren hierzulande einen rapiden Akzeptanzzuwachs erlebt hat, geht es den Niederländern neben der Etablierung des Kraftstoffs auch darum, die Verbraucher zu informieren. Denn die Bezeichnung LPG ist zwar vielen Autofahrern von niederländischen Tankstellen ein Begriff, die wenigsten wissen jedoch genau, was sich dahinter verbirgt.
Liquid Petroleum Gas (LPG) ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das sich bereits bei sehr niedrigem Druck verflüssigt. Der auch als Flüssiggas bezeichnete, schadstoffarme Brennstoff wird bereits seit Jahrzehnten als Autogas eingesetzt.

Flüssiggas fällt als Nebenprodukt bei der Erdgas- und Rohölförderung an und stellt sich als Kraftstoff äußerst energieeffizent dar. Der Schadstoffausstoß ist laut einer Studie des Deutschen Verbands Flüssiggas e.V. (DVFG) bei Autogas-Fahrzeugen gegenüber Benzin oder Diesel um 80 Prozent, die CO2-Emission um 18 Prozent reduziert.

Eigenschaften, deren Vorzüge auch die Politik mittlerweile erkannt hat und den Kraftstoff mindestens bis 2018 mit Begünstigungen bei der Mineralölsteuer fördert. Der Mineralölsteuer-Zuschlag beträgt für Autogas daher lediglich 45 Prozent des regulären Steuersatzes. Vorteile, die Alexander van den Buuse in einem Satz zusammenfasst: "Autogas beweist: Das ökologisch Vernünftige ist auch ökonomisch klug.“

Gründe, die bereits viele Automobilhersteller wie Chevrolet, Citroen oder Renault dazu bewogen haben, Autogas-Modelle serienmäßig anzubieten. Doch auch für den klassischen Benziner lohnt sich das Umsteigen auf Autogas. Die Umrüstungskosten von derzeit 2.000 Euro rentieren sich bei Vielfahrern bereits in kürzester Zeit. Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) hat errechnet: Wer jährlich 38.000 Kilometer fährt, für den macht sich die Investition bereits in weniger als einem Jahr bezahlt. Der „Daumenwert“ für die Wirtschaftlichkeit einer Umrüstung liegt bei rund 20.000 Kilometern im Jahr, abhängig von der Lebenserwartung des Fahrzeugs und dem individuellen Verbrauch.

Auch das in Deutschland oberste Gebot, das Fahrvergnügen, wird durch den Autogas-Betrieb nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil. Autogas-Fahrzeuge sind so genannte „bivalente“ Fahrzeuge. Das bedeutet, sie haben zwei Tanks: den serienmäßigen Benzintank und einen zusätzlichen Autogastank, der an den Platz des Reserverads in den Kofferraum eingebaut wird. Per Knopfdruck kann während der Fahrt bequem zwischen den beiden Tanks gewechselt werden. Das Resultat ist eine höhere Reichweite und garantierte Kraftstoffversorgung – sollte tatsächlich (noch) keine Autogas-Tankstation in der Nähe sein.

Über BK-GAS

BK-GAS ist in den Niederlanden Pionier, Trendsetter und mit 32 Prozent Marktanteil einer der führenden Anbieter im Bereich Autogas. Das Kerngeschäft des Unternehmens besteht in der Lieferung von Autogas an rund 600 Verkaufsstellen in den Beneluxländern sowie dem Bau und Unterhalt von Autogas-Tankanlagen. BK-GAS liefert jährlich 200 Millionen Liter Autogas in die Beneluxländer. Seit 2007 gehört BK-GAS zur Argos Group, einem unabhängigen niederländischen Ölunternehmen, das 2005 als erstes einen Treibstoff mit Biokomponenten auf den nationalen Markt brachte und als Pionier in der Entwicklung alternativer Kraftstoffe gilt. Die Übernahme durch die Argos Group war dabei nicht nur ein wichtiger Schritt für das internationale Wachstum von BK-GAS, sondern unterstützt das Unternehmen auch in seinen Bestrebungen, ressourcenschonende Mobilitätslösungen anzubieten.

03. Dezember 2008

Elektroautos in Zukunft rot?

Letzte Woche hat E.ON Chef Wulf Bernotat bei der nationalen Strategiekonferenz zur Elektromobilität in Berlin gesprochen. Hier die Pressemitteilung:

„Ob wir eines Tages elektrisch betriebene Autos fahren werden, ist längst nicht mehr die Frage – sondern nur noch wann“, so Wulf H. Bernotat heute bei der nationalen Strategiekonferenz zur Elektromobilität in Berlin. Der E.ON-Vorstandsvorsitzende betonte die Vorteile von Elektrofahrzeugen: „Wir können damit Energie sparen, die Abhängigkeit von Ölimporten verringern und den Ausstoß von CO2 im Verkehr deutlich vermindern. Mit E.ON-Strom betrieben, würden Elektroautos in Deutschland schon heute nur noch 80 g CO2 pro km emittieren, halb so viel wie ein durchschnittlicher PKW mit Verbrennungsmotor und deutlich unter dem künftigen EU-Grenzwert von 120 g CO2. Und wenn E.ON wie geplant den Anteil erneuerbarer Energien an unserer Stromerzeugung bis 2030 auf 24 Prozent verdoppeln, wird das Autofahren noch umweltverträglicher.“

Da die Stromwirtschaft schon dem Emissionshandel unterliegt, sei die Elektrifizierung des Verkehrs zudem ein Weg, auch den Straßenverkehr in einen effizienten Mechanismus des Klimaschutzes einzubeziehen, so Bernotat.

E.ON sieht darüber hinaus die Möglichkeit, Elektroautos als Energiespeicher auf Rädern für den unregelmäßig verfügbaren Windstrom einzusetzen. Sie könnten nachts Strom aufnehmen und tagsüber beim Parken einen Teil ihrer Stromladung wieder in das Netz einspeisen. Dafür entwickelt E.ON im Rahmen eines Flottenversuchs mit dem Umweltministerium und VW schon jetzt Konzepte, weitere Projekte werden geprüft.

Für die Verbindung von Auto und Netz sorgen intelligente Stromzähler. Diese Minicomputer können zum Beispiel nachts, wenn viel Strom vorhanden ist, das Elektroauto selbständig mit Strom „tanken“. E.ON betreibt in Europa schon heute fast 1,8 Mio dieser sogenannten „smart meter“ und ist damit der zweitgrößte Anbieter dieser Technik, die die heute bekannten Stromzähler in Haushalten in den nächsten Jahren ersetzen wird. (Quelle: E.ON Pressemitteilung)

Vor allem den Ansatz, Autos als Zwischenspeicher für Strom aus erneuerbarer Energie zu nutzen, finde ich interessant.

08. März 2008

Autogas im Crashtest

Der ADAC hat in seiner Ausgabe vom März 08 Fahrzeuge mit Autogasanlagen getestet. Das ganze sieht spektakulär aus und kann im ADAC TV online als Video angeschaut werden.

Insgesamt lief der Test positiv:

Ein Fahrzeug mit Autogas ist genauso sicher wie jedes andere Auto mit üblicher Benzin- oder Dieseltechnik (Quelle: ADACmotorwelt 3/2008, S. 38).

Warum ist Autogas überhaupt interessant?

Weil Autogas, eine Mischung aus Propan und Butan, sauberer als Benzin verbrennt, ist der tatsächliche CO2-Ausstoß bei unserem Autogas-Astra mit 140g/km geringer als im Benzinbetrieb (155g/km). (Quelle: ADACmotorwelt 3/2008, S.40)

Außerdem ist es billiger, jedenfalls für Vielfahrer:

Bei einem Benzinpreis von 1,38€/l und einem Autogaspreis von 0,69€/l spart man pro 100 gefahrenen Kilometern immerhin 3,13€. (Quelle: ADACmotorwelt 3/2008, S.40)

Allerdings ist der etwa 2800€ teuer Umbau nicht immer machbar:

Neben der gesetzlichen Sicherheitsnorm ECE-R67 müssen Autogas-Anlagen zum Nachrüsten seit April 2006 auch die fahrzeugspezifische ECE-R115 erfüllen, die ein Abgas-Gutachten enthält. (Quelle: ADACmotorwelt 3/2008, S.40)

Und diese Bescheinigung ist nicht immer für altere Fahrzeuge zu bekommen, da sich die Hersteller auf neue Fahrzeuge konzentrieren. Hat man die Bescheinigung nicht, braucht man eine Einzelbetriebserlaubnis – kompliziert und teuer.

Wer sich weiter über Autogas informieren will, findet beim ADAC eine Einführung.

24. Februar 2008

Elektroautos bei RWE

Ein smart mit Elektromotor gehört nun zum Fuhrpark des Energieversorgers RWE. Das Auto wurde von Daimler entwickelt Im letzten Jahr gab es bereits einen Test mit 100 Fahrzeugen in London, in Deutschland ist das RWE Mobil der erste Versuch.

Der Wagen arbeitet mit Hochtemperatur-Batterien (Natrium-Nickel-Chlorid) und hat mit einer Ladung eine Reichweite von 115 Kilometer. Zum Aufladen auf 80 Prozent Leistung genügen an einer normalen Steckdose 4 Stunden (wielange es dauert, 100% zu laden wird aus unerfindlichen Gründen nicht gesagt). 1000 Ladezyklen entsprechen ungefähr 10 Jahren Lebensdauer. Der Wagen fährt 112 km/h Spitze und kostet “zirka 0,02 Euro je Kilometer und hat damit das Potenzial wettbewerbsfähig zum Dieselantrieb zu sein.” (RWE Pressemitteilung).

Einen Fahrbericht des Elektro Smarts findet sich bei sueddeutschen.de.

Quelle: RWE

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