Bei ZEIT Online gibt es einen eigenen Wissensbereich, der sich mit dem Klima beschäftigt.
Der heute erschienene Artikel Hilflos in der Klimafalle hinterlässt bei mir einen etwas gemischten Eindruck. Einerseits beschreibt der Autor die Unzulänglichkeiten der aktuellen EU-Beschlüsse. Tenor ist, dass die Beschlüsse keine Auswirkung auf den aktuellen CO2 Ausstoß haben, da die EU im globalen Maßstab verglichen mit China und Indien viel zu klein ist. Anschließend wird der Aktionismus der Deutschen zwar gelobt, aber wirklich nützen tut er höchstens dem Geldbeutel.
Danach geht es weiter mit der Ankündigung
[...] haben Wissenschaftler längst Lösungen erarbeitet, die den weltweiten CO2-Ausstoß tatsächlich bedeutend senken könnten.
Dort wird der Emissionshandel als finanzieller Anreiz zur CO2-Vermeidung sowie das Energiesparen im großen Stil genannt. Will die EU das denn nicht? Im Artikel Wann kollabiert das Klima? einige Tage vorher heißt es
Knapp 60 Prozent Anteil haben daran die Industrieländer – obwohl sie nur ein Fünftel der Weltbevölkerung stellen.
Hm, ist die EU vielleicht doch nicht so unwichtig bei der Vermeidung von CO2-Ausstoß? Wenn ich mich richtig erinnere, leben immerhin 500 Millionen Menschen in der EU (hab nachgeschaut: laut Wikipedia sinds 493 Millionen). Der Schluss des Artikels, in dem von plötzlich nachdenklichen Forschern die Rede ist, passt auch irgendwie nicht so recht ins Bild. Dort wird als Beispiel angeführt, dass Forscher über die Polarregionen weniger wissen, als über die Rückseite vom Mond. Mag ja sein, aber der Mond schmilzt nicht.