Wieviel Strom braucht Google?
Das hat Google aber schon beschäftigt: im Januar hat der US-Physiker Alex Wissner-Gross von der Harvard University ausgerechnet, dass eine Suchanfrage bei Google soviel Strom verbraucht, wie eine halbe Kanne Tee zu kochen. Die erste Reaktion war seinerzeit ein Posting im Google Blog über den "wirklichen" Energieverbrauch einer Suchanfrage.
Demnach produziert eine Suche nicht 7 Gramm CO2, sondern nur 0,2g. Das Thema ist ziemlich komplex und Zahlen eher theoretisch. Also hat Google gestern ein Liste gepostet, wo der CO2 Ausstoß einer Google Suche mit Dingen des täglichen Lebens verglichen wird.
So entspricht die Produktion einer Zeitung 850 , ein Glas Orangensaft 1050 und ein Cheeseburger 15000 Suchanfragen.
Activity Google Searches CO2 emissions of an average daily newspaper (PDF) (100% recycled paper) 850 A glass of orange juice 1,050 One load of dishes in an EnergyStar dishwasher (PDF) 5,100 A five mile trip in the average U.S. automobile 10,000 A cheeseburger 15,000 Electricity consumed by the average U.S. household in one month 3,100,000
Die Geschichte scheint einige Wellen geschlagen zu haben, denn der Harvard-Physiker hatte einen Tag nach der ersten Veröffentlichung klargestellt, dass es in seiner Untersuchung garnicht um Google ging, sondern Internetseiten allgemein:
One problem: the study’s author, Harvard University physicist Alex Wissner-Gross, says he never mentions Google in the study. "For some reason, in their story on the study, the Times had an ax to grind with Google," Wissner-Gross told TechNewsWorld. "Our work has nothing to do with Google. Our focus was exclusively on the Web overall, and we found that it takes on average about 20 milligrams of CO2 per second to visit a Web site."
And the example involving tea kettles? "They did that. I have no idea where they got those statistics," Wissner-Gross said. (Quelle: Technology News)
Im Google WatchBlog wurde seinerzeit diskutiert, ob das nicht zu sehr aufgebauscht wird und wie es denn bei anderen Suchmaschinen aussähe. Offenbar hat Wissner-Gross einen wunden Punkt bei Google getroffen.







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2 Kommentare
1.
Michael schrieb am 12. Mai 2009 um 13:32
Naja, wenn “eine Suchanfrage bei Google soviel Strom verbraucht, wie eine halbe Kanne Tee zu kochen” bzw. wenn man es umrechnet “35 Suchanfrage bei Google soviel Strom verbraucht, wie eine halbe Kanne Tee zu kochen” passt das ja auch nicht zu dem innovativen – Elektroauto – Google.
Ich denke, dass man die Rechenpower die Google da verbraucht locker halbieren könnte. Aber Google ist ein wirtschaftlich denkendes Unternehmen – und solange die inverstition in teurere – weniger Strom verbrauchende Prozessoren sich nicht rechnet wird das wohl kaum gemacht werden.
2.
Solar-und-Windenergie.de schrieb am 30. Juli 2009 um 19:17
Also ich denke, bevor wir uns jetzt alle auf Google stürzen, sollten wir alle einmal scharf nachdenken.
Wir müssen uns damit abfinden das technische Errungenschaften wie das Internet nun einmal Strom verbrauchen. Schließlich nutzt jeder hier, der einen Kommentar hinerlässt das Internet, und damit wahrscheinlich auch Suchmaschinen. High-Tech hat nunmal seinen Preis.
Was Unternehmen wie Google machen könnten: Sie könnten einfach grünen Strom aus Wind- oder Solareinegie einkaufen. Und schon wäre es nicht mehr ganz so tragisch das Google nicht ewig braucht um unsere Suchanfragen zu beantworten…
liebe Grüße
C. Krannich
Solar-und-Windenergie.de