22. Mai 2009

Elektroauto Testfahrer in München gesucht

In München startet E.ON ein Pilotprojekt für Elektromobilität zusammen mit BMW. Ab Juni 2009 fahren MINI Es durch München, "betankt" mit E.ON Strom. Die Zweisitzer haben eine 150 kW-Elektromotor und erreichen damit in der Spitze 150 km/h Höchstgeschwindigkeit. Mit einer Batterieladung kommt man bis zu 250 Kilometer weit.

Das spannende: bei Interesse kann man sich bei E.ON als Testfahrer bewerben. E.ON übernimmt die Leasing-Rate und den Strom. Außerdem wird jedem Testfahrer

zu Hause, wenn technisch möglich, eine moderne Ladeeinrichtung zur Verfügung stehen und es wird öffentliche Ladestationen im Stadtgebiet München geben. (Quelle)

Es steht zwar auf der Antragsseite nicht explizit dabei, aber ich denke mal, man sollte als Bewerber in München wohnen.

20. Mai 2009

Daimler steigt bei Tesla ein

Der Stuttgarter Daimler-Konzern hat sich mit 10% am amerikanischen Elektroauto-Hersteller Tesla beteiligt. Damit verfolgt der Autoriese weiter sein Ziel der Elektrifizierung des Automobils. In der Vergangenheit arbeiteten die beiden Firmen bereits zusammen, um die ersten 1000 Elektro-Smarts auf die Straße zu bringen. Laut Daimler ist

Tesla ist derzeit der einzige Hersteller, der ein speziell auf Langstrecken ausgelegtes Batteriefahrzeug in Nordamerika und Europa vertreibt. (Quelle)

Laut Techcrunch erwartet Daimler nun den ersten batteriebetriebenen Mercedes in 2010, die komplette Produktpalette soll 2012 elektrische Motoren im Angebot haben.

Als Teil der Zusammenarbeit wird Prof. Herbert Kohler, Leiter E-Drive & Future Mobility bei der Daimler AG, Mitglied im Aufsichtsrat der Tesla Motors Inc. (Quelle)

Neben Tesla geht der Konzern weitere strategische Partnerschaften ein, so z.B. mit Evonik im Joint Venture Accumotive. Oder die Beteiligung an Li-Tec, einem Spezialisten für Lithium-Ionen Batteriezellen.

Bei Techcrunch heißt es weiter, dass die Anteile ca 50 Mio. Dollar wert sind. Außerdem ist Tesla’s Anfrage nach 350 Mio Dollar staatlicher Anleihe "informally approved and will also be announced shortly." Das Geld kommt gerade recht um Teslas erste Limousine Model S zu ermöglichen.

Weitere Infos bei heise Autos: Daimler beteiligt sich an Elektroautohersteller Tesla

12. Mai 2009

Wieviel Strom braucht Google?

Das hat Google aber schon beschäftigt: im Januar hat der US-Physiker Alex Wissner-Gross von der Harvard University ausgerechnet, dass eine Suchanfrage bei Google soviel Strom verbraucht, wie eine halbe Kanne Tee zu kochen. Die erste Reaktion war seinerzeit ein Posting im Google Blog über den "wirklichen" Energieverbrauch einer Suchanfrage.

Demnach produziert eine Suche nicht 7 Gramm CO2, sondern nur 0,2g. Das Thema ist ziemlich komplex und Zahlen eher theoretisch. Also hat Google gestern ein Liste gepostet, wo der CO2 Ausstoß einer Google Suche mit Dingen des täglichen Lebens verglichen wird.

So entspricht die Produktion einer Zeitung 850 , ein Glas Orangensaft 1050 und ein Cheeseburger 15000 Suchanfragen.

Activity Google Searches
CO2 emissions of an average daily newspaper (PDF) (100% recycled paper) 850
A glass of orange juice 1,050
One load of dishes in an EnergyStar dishwasher (PDF)
5,100
A five mile trip in the average U.S. automobile 10,000
A cheeseburger 15,000
Electricity consumed by the average U.S. household in one month 3,100,000

Die Geschichte scheint einige Wellen geschlagen zu haben, denn der Harvard-Physiker hatte einen Tag nach der ersten Veröffentlichung klargestellt, dass es in seiner Untersuchung garnicht um Google ging, sondern Internetseiten allgemein:

One problem: the study’s author, Harvard University physicist Alex Wissner-Gross, says he never mentions Google in the study. "For some reason, in their story on the study, the Times had an ax to grind with Google," Wissner-Gross told TechNewsWorld. "Our work has nothing to do with Google. Our focus was exclusively on the Web overall, and we found that it takes on average about 20 milligrams of CO2 per second to visit a Web site."

And the example involving tea kettles? "They did that. I have no idea where they got those statistics," Wissner-Gross said. (Quelle: Technology News)

Im Google WatchBlog wurde seinerzeit diskutiert, ob das nicht zu sehr aufgebauscht wird und wie es denn bei anderen Suchmaschinen aussähe. Offenbar hat Wissner-Gross einen wunden Punkt bei Google getroffen.

   
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