Seit Anfang des Jahres kann jeder Besitzer eines Altwagens eine Verschrottungsprämie in Höhe von 2500 Euro kassieren. Dies ist natürlich an bestimmte Bedingungen geknüpft. Jeder, der einen mindestens neun Jahre alten Wagen besitzt und ein neues Auto (mindestens Schadstoffklasse 4) kaufen will, kann die Prämie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA) beantragen. Der alte Wagen muss sich allerdings schon ein Jahr im Besitz des Antragstellers befinden.
Die Bundesregierung plante für die Umweltprämie, umgangssprachlich als Abwrackprämie bekannt, einen Etat von 1,5 Milliarden Euro ein. Damit könnten 600.000 Prämien ausgezahlt werden. Nach der Aufteilung des zur Verfügung stehenden Geldes wäre das Konjunkturpaket ausgelaufen, Experten rechneten damit zum Ende des Jahres 2009.
Doch die Fachleute hatten sich verrechnet und die Verwirrung um die Prämie begann.
Die Nachfrage der Abwrackprämie ist bis heute ungebrochen immens, bereits über eine Millionen Menschen haben einen Antrag eingereicht. Aber was tun? Die Koalition scheint auch noch keinen effizienten Lösungsansatz gefunden zu haben und so nimmt das Chaos seitdem seinen Lauf: zunächst sollte die Prämie ab Juni 2009 gekürzt, d.h. nur noch die Hälfte ausgezahlt werden. Das löste einen Massenandrang auf die Online-Anträge aus. Technische Pannen, unverschlüsselte sensible Daten und das Ausbleiben einer Bestätigungsemail waren die Folge.
Man entschied sich dann aber für eine neue Variante: die Gesamtkosten sollen auf eine feste Summe begrenzt werden. 4 Milliarden Euro sind hierfür im Gespräch.
Selbst in der Unionsfraktion werden die Kritiken immer lauter, die Prämie solle „abgewrackt“ werden. Zu diesem Zeitpunkt ist nur eines sicher: Bis Ende Mai wird die Prämie von 2500 Euro ausgezahlt. Was danach geschieht bleibt noch abzuwarten. Ein Ende der Verwirrung um die Prämie scheint noch nicht in Sicht zu sein….