31. März 2009

Olympia Co2 neutral

Die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 sollen co2 neutral werden, d.h. das anfallende Kohlendioxid wird kompensiert. Erreichen wollen die Organisatoren dieses Ziel, in dem sie für rund 3,6 Millionen US-Dollar CO2-Zertifikate kaufen. Kommen soll das Geld von Sponsoren.

Nach einer Studie werden bei Olympia 2010 etwa 300.000 Tonnen Kohlendioxid entstehen, der größte Teil kommt durch Flüge von Athleten, Zuschauern und Journalisiten zustande.

Der Chef des Organisationskomitee VANOC John Furlong sagte dazu: "Wir sind sehr optimisch, dass wir Sponsoren für das Projekt finden".

Gelesen bei ksta.de.

25. März 2009

Presse: Spandau und Vattenfall sparen 3.300 Tonnen CO2 ein

Landschaftspflegeholz wird im Heizkraftwerk Reuter als Brennstoff genutzt

[...] Nach ersten Schätzungen werden über das gesamte Jahr rund 3.500 Tonnen Holzhackschnitzel anfallen. Durch die Nutzung dieser Biomasse kann Vattenfall fast 1.400 Tonnen Steinkohle einsparen und den Ausstoß von 3.300 Tonnen CO2 vermeiden. Mit der Energie des Holzes lassen sich etwa 800 Berliner Haushalte ein Jahr lang mit Strom und Wärme versorgen.

Für Vattenfall ist die Kooperation mit dem Bezirk Spandau ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung des Energiekonzeptes für Berlin. "Wir haben uns die Nutzung von Biomasse für die Energieversorgung Berlins auf die Fahne geschrieben und konnten bereits zum Jahresanfang bei der Mitverbrennung von Weihnachtsbäumen gute Erfahrungen sammeln", erklärte Dr. Frank May, Mitglied des Vorstands von Vattenfall Europe Berlin und zuständig für die Kraftwerke und Neuprojekte. "Durch die Mitverbrennung des Spandauer Holzes engagieren wir uns aktiv für niedrigere CO2-Emissionen. Das ist gut für Berlin, für Spandau und für Vattenfall", fügte er hinzu. Gleichzeitig kündigte May an, auch mit anderen Berliner Bezirken ähnliche Kontrakte anstreben zu wollen.

Spandaus Baustadtrat Carsten-Michael Röding zeigte sich überzeugt, dass sein Bezirk durch die Kooperation mit Vattenfall maßgeblich zu den CO2 Einsparzielen des Berliner Senats beitragen kann. "Als Bezirk mit vielen Grünflächen verfügen wir über große Mengen Holzschnitt. Was liegt da näher, als diesen für die umweltfreundliche Energiegewinnung zur Verfügung zu stellen. Spandau profitiert dabei doppelt, denn die kleingehackte Biomasse heizt als Fernwärme anschließend viele hundert Wohnungen im Bezirk. Deshalb lässt sich mit Fug und Recht behaupten: Spandau spart CO2." (Quelle: vattenfall.de)

Klingt ja ganz schön toll, allerdings frage ich mich, was die denn früher mit den Weihnachtsbäumen gemacht haben? Wahrscheinlich verbrannt aber die Energie nicht genutzt.

13. März 2009

Presse: RWE Power errichtet Pilotanlage zur CO2-Rauchgaswäsche

Der Kölner Regierungspräsident Hans Peter Lindlar hat RWE Power die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Pilotanlage zur CO2-Rauchgaswäsche erteilt. Die Anlage wird im Innovationszentrum Kohle am Kraftwerksstandort Niederaußem errichtet. Sie wird ab Sommer diesen Jahres pro Stunde etwa 300 Kilogramm CO2 aus einem Teilstrom der Kraftwerksrauchgase abscheiden. Das entspricht bei der verarbeiteten Rauchgasmenge einem Abtrennungsgrad von 90 Prozent.

In der Pilotanlage werden alle Aspekte der CO2-Wäsche unter realen Bedingungen erprobt. Damit will RWE Power Erfahrungen für spätere Großanlagen sammeln, mit denen moderne konventionelle Braun- und Steinkohlenkraftwerke ab 2020 nachgerüstet werden könnten. [...] RWE Power ist für das CO2-Wäsche-Projekt eine Kooperation mit BASF und Linde eingegangen. Das Chemieunternehmen erprobt neue, energieeffiziente Waschflüssigkeiten zur Abtrennung des CO2 aus dem Rauchgas. Linde optimiert die Anlagentechnik für den Kraftwerksbetrieb. Ziel ist es, den Energieaufwand der CO2-Abtrennung erheblich zu verringern. Denn grundsätzlich mindert die CO2-Wäsche den Gesamtwirkungsgrad der Stromerzeugung. Diese Minderung gilt es, im Interesse von Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit so weit wie möglich, zu begrenzen.
Das Projekt ist auf neun Millionen Euro veranschlagt und wird zu 40 Prozent vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bezuschusst. Für das gesamte Entwicklungsprojekt mit Errichtung und Betrieb einer Pilot- und einer Demonstrationsanlage für die CO2-Wäsche hat RWE Power ein Budget von rund 80 Millionen Euro eingeplant. (Quelle: rwe.com)

Noch wird an diesen getestet und natürlich berichten die Stromkonzerne lieber über Ihre Maßnahmen zum Klimaschutz als über konventionelle Techniken. Bleibt zu hoffen, dass dabei Verwertbares herauskommt.

12. März 2009

Presse: Vattenfall will CO2-Ausstoß in Berlin bis 2020 halbieren

Energiekonzept für Berlin vorgestellt: Kraftwerke Klingenberg und Lichterfelde werden durch neue Erdgas- und Biomasse-Anlagen ersetzt

Vattenfall hat am Donnerstag sein Energiekonzept für Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit diesem Konzept bietet Vattenfall dem Berliner Senat eine Klimavereinbarung an.

Vattenfall unterstützt damit die Berliner Landesregierung in ihrem Bemühen, den CO2-Ausstoß in der Stadt um mehr als 40 Prozent bis 2020 zu senken. Vattenfall kündigte an, dieses Ziel zu übertreffen und die eigenen absoluten CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 um mehr als 50 Prozent zu senken. Das bedeutet bis 2020 gegenüber dem Durchschnitt der letzten drei Jahre eine zusätzliche Reduktion von rund einer Million Tonnen CO2 pro Jahr.

Dr. Werner Süss, Generalbevollmächtigter von Vattenfall Europe in Berlin: "Die Hauptstadt hat ambitionierte Klimaziele. Mit unserem Konzept treten wir den Beweis an, dass wir uns der Verantwortung als Energiepartner dieser Stadt bewusst sind. Deshalb gehen wir auch in Berlin neue Wege. Wir wollen hier CO2 deutlich reduzieren."

Vattenfall setzt bei seinen Planungen für den Ersatz der beiden Heizkraftwerke (HKW) Klingenberg und Lichterfelde auf Erdgas und Biomasse als Brennstoff. Am Standort des Heizkraftwerks Klingenberg in der Rummelsburger Bucht werden zwei Biomassekraftwerke entstehen. Außerdem sind ein oder zwei Gas- und Dampf-Turbinen-Anlagen (GuD) geplant. Als Standorte für die GuD-Kraftwerke prüft Vattenfall derzeit die Gelände der beiden Altanlagen HKW Klingenberg sowie HKW Lichtenberg an der Rhinstraße.

Bis 2014 wird das alte Heizkraftwerk Lichterfelde am Ostpreußendamm durch ein modernes und effizientes GuD-Kraftwerk ersetzt.

An allen Standorten wird auch zukünftig nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsprinzip Strom und Wärme gleichzeitig und somit besonders Ressourcen schonend erzeugt. Damit sichert Vattenfall den Fernwärmebedarf der Berliner Haushalte langfristig und klimafreundlich ab.

Vattenfall setzt in seinem Konzept ausdrücklich auch auf dezentrale Lösungen, Energieeffizienz und Innovation wie Smart Metering – intelligente Stromzähler – und e-Mobilität. Dr. Süss: "Der verstärkte Ausbau der dezentralen Versorgung in Berlin ist neues strategisches Ziel von Vattenfall."

Neben zwölf Blockheizkraftwerken, die Vattenfall derzeit betreibt, sind bereits 18 weitere in Bau oder Planung.

Insgesamt wird Vattenfall mit der vorgelegten Kraftwerksplanung in den nächsten Jahren über eine Milliarde Euro am Standort Berlin investieren. (Quelle: vattenfall.de)

09. März 2009

Miss Atom 2009

In Russland wurde zum sechsten mal die Miss Atom gekürt. Dabei durften nur Frauen teilnehmen, die in der Branche arbeiten. Spiegel online dazu:

Es ist eine der absurdesten Schönheitswahlen der Welt – ausgerechnet am Frauentag wird nun das Ergebnis verkündet: Ekaterina Bulgakowa ist Miss Atom 2009. Die PR-Show für die russische Nuklearindustrie bringt der 25-Jährigen immerhin eine Solarwoche auf Kuba ein. (Quelle: Spiegel online)

Das neue PR-Gesicht der Industrie ist nun Ekaterina Bulgakowa, 25, Mitarbeiterin eines Forschungsreaktors an der Wolga. Sie hat bei der Wahl zur Miss Atom 2009 insgesamt 3404 Stimmen erhalten und darf als Geschenk nun für eine Woche die Energiewirtschaft in der Provinzstadt Dimitrowgrad gegen die Kraft der Sonne auf Kuba eintauschen. Als ihr Lebensmotto wird "Ich lebe gerne energiegeladen" angegeben. (Quelle: Spiegel online)

Werbewirksam war das ganze jedenfalls, bei Google News häufen sich die Einträge. Vielleicht sollte man in Deutschland mal die Miss Solar küren oder die Miss Wind? Auf http://miss2009.nuclear.ru/ bekommt man alle Teilnehmerinnen vorgestellt, allerdings nur auf Russisch.

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