03. April 2008

Was ist Bio-Erdgas?

E.ON Thema der Woche Bio-Erdgas

Seit ein paar Wochen läuft wieder ein Werbespot mit dem netten jungen Herrn, der uns erklärt, wo der Strom herkommen könnte. Jetzt erklärt er uns zum E.ON Thema der Woche Bio-Erdgas, wo das Biogas herkommt, und was man damit machen kann.

Auf www.eon.com kann man sich über Erdgas aus regenerativen Energieträgern schlau machen. Grob vereinfacht entsteht das Gas in drei Schritten:

1. Vergärung von organischen Rohstoffen (sprich Pflanzen) zu Biogas
2. Veredlung des Biogases zu Bio-Erdgas durch Entzug Kohlendioxid, Wasser und Schwefelwasserstoff
3. Verdichtung auf den nötigen Betriebsdruck des Erdgasnetzes

Das fertige Produkt kann dann ins Erdgasnetz eingespeißt werden. Das besondere an Bio-Erdgas – im Gegensatz etwa zu Bio-Diesel – ist, dass es die gleiche Qualität hat wie Erdgas. Dabei hat es eine höhere
Effizienz als andere Biokraftstoffe:

Als Treibstoff eingesetzt besitzt Bio-Erdgas auch eine signifikant höhere Flächeneffizienz als andere Biokraftstoffe wie Biodiesel oder Bioethanol. D.h. von dem Biomasseertrag auf einem Hektar Anbaufläche kann man im Vergleich zu Biodiesel zum Beispiel etwa die dreifache Energiemenge an Bioerdgas herstellen. Mit der Ernte eines Hektars lässt sich soviel Bio-Erdgas produzieren, dass ein Erdgas-Auto damit ca. 70.000 Kilometer fahren kann. (Quelle: eon.com)

Die Webseiten enthalten also eine ganze Menge Infos, garniert mit den Fernsehspots und Flashanimationen. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die dann in einem FAQ-Bereich beantwortet werden.

Kaufen kann man das Bio-Erdgas bisher übrigens noch nicht im großen Stil. Es gibt zwar erste Angebote – etwa von Lichtblick – diese sind aber reginal begrenzt. Wenn sich ein Konzern wie E.ON mit dem Thema beschäftigt, wird es erstmal die größte Bioerdgas-Anlage Europas gebaut – in Schwandorf.