E.ON berichtet in seinem aktuellen Thema der Woche über den Versuch, Mikroalgen als Biomasse zu züchten. Die Biomasse kann dan zu Bio-Erdgas oder Biodiesel weiterverarbeitet werden. Die kleinen Pflanzen haben weiterhin den Vorteil, dass sie CO2 für ihr Wachstum binden. Wenn mich meine Biologiekenntnisse aus der Schulzeit nicht trügen, tun das zwar alle Pflanzen, aber Algen sind verhältnismäßig leicht zu züchten und in aktuellen Kraftwerken einzubinden – und vermehren sich wie blöd:
unter optimalen Bedingungen bis zu 30-mal schneller als vergleichbare Rohstoffe wie Mais oder Raps. (Quelle: E.ON)
Ein erstes Testprojekt soll in diesem Sommer starten:
E.ON Hanse [hat] in Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg das Forschungsprojekt TERM ins Leben gerufen.
Der Name TERM – Technologien zur Erschließung der Ressource Mikroalgen – ist Programm. Die Entwicklung von Verfahren zur großtechnischen Produktion von Mikroalgen steht dabei im Vordergrund, damit langfristig Alternativen zu anderen Technologien zur Vermeidung von CO2-Emissionen sowie der Produktion von nachwachsenden Rohstoffen gefunden werden. Ziel, dieses auf 5 Jahre angesetzten Feldversuches ist es, Erkenntnisse zu sammeln, die später eine Anwendung im Großmaßstab erlauben. (Quelle: E.ON)
Letztlich lässt sich mit dem Thema Geld verdienen, denn mit solchen kombinierten Kraftwerken lassen sich die nötigen CO2-Zertifikate einsparen und im Idealfall sogar Zertifikate generieren. Außerdem entsteht Biomasse quasi als Abfallprodukt der Energieerzeugung. Das Thema Wirtschaftlichkeit wurde unter anderem beim 1. Bundes-Algen-Stammtisch diskutiert (einfach super, dieser Name!), den E.ON Hanse ausgerichtet hat. Auf der zugehörigen Website finden sich die Vortragsunterlagen.