Strompreise nächste Runde
Zum 1. Januar ging es in die nächste Preis-Runde beim Strom: für rund ein Viertel der deutschen Haushalte steigen die Kosten, durchschnittlich um 7,2%. Bis auf Hamburg, Bremen und Berlin sind alle Bundesländer betroffen. Detailierte Informationen auf verivox.de.
Die großen 4 halten sich zum Thema Preisentwicklung bedeckt – zumindestens auf ihren Websites. Lediglich E.ON informiert über die Entstehung und Zusammensetzung vom Strompreis. Dort entfallen auf “Beschaffung, Transport, Vertrieb” zusammen 59% der Kosten (die Zahlen stammen ursprünglich vom VDEW). In dieser Statistik ist in dem Bereich allerdings alles zusammengefasst, was nicht an den Staat geht, also alles, was an den Versorger geht.
Interessant dazu ist das Interview mit dem Chef der Bundesnetzagentur Matthias Kurth in der WirtschaftsWoche. Der sagt dazu:
Sind denn die Preiserhöhungen gerechtfertigt?
Das bezweifle ich. Da Steuern und Abgaben minimal gestiegen und die Netzentgelte deutlich gesunken sind, bleiben als einziges Argument der Versorger die gestiegenen Beschaffungskosten. Diese machen aber nur 29 Prozent des Endpreises aus. Wenn jetzt die Verbraucher bis zu zehn Prozent des Gesamtpreises mehr zahlen sollen, müssten die Beschaffungskosten über 30 Prozent gestiegen sein. Am Terminmarkt der Strombörse ist der Preis aber nur um etwa neun Prozent gestiegen. Irgendetwas kann da nicht stimmen. Das Kartellamt wird dieser Frage intensiver nachgehen.






