30. November 2007

Strompreisverteilung in Deutschland

Die meisten Verbraucher dürften bereits Post von ihrem Stromversorger bekommen haben: deutschlandweit werden die Preise zum Jahreswechsel angehoben. Bei SPIEGEL ONLNE hat man sich nun die Mühe gemacht, verivox-Daten auszuwerten und für alle Gebiete die Veränderungen und die günstigste Alternative aufgelistet. Ein Blick kann sich durchaus lohnen, für einen 4-Personen-Haushalt sind bis zu mehreren hundert Euro im Jahr drin.

Noch interessanter als die Tabellen finde ich allerdings die Landkarte der aktuellen Preise. Wie erklärt sich z.B., dass es in Deutschland unterschiede bis zu 40% zwischen einzelnen Regionen gibt? Es ist ja nicht so, dass Strom dort günstiger ist, wo viel produziert wird. Vor allem im Osten zahlt man deutlich mehr.

Landkarte bei SPIEGEL ONLINE. Quelle: verivox.de

27. November 2007

Google mit umweltfreundlichem Strom

Google will in den nächsten Jahren Kraftwerksleistung von 1 Gigawatt aufbauen, das entspricht etwa der Leistung eines Kernkraftwerk. Gewonnen werden soll die Energie aus erneuerbaren bzw. emissionsfreien Quellen, wie Solar und Win. Google plant, Ingenieure und Energieexerten einzustellen, dazu dient der nicht-kommerzielle Zweig Google.org.

Für das nächste Jahr ist eine Investition in zweistelliger Millionenhöhe geplant, in den Folgejahren dreistellige Beträge.

 

Das erklärte Ziel von Google ist es, den Strom billiger zu produzieren als ein Kohlekraftwerk. Den Zeithorizont dafür bemisst Google nach eigenen Angaben in Jahren, nicht in Jahrzehnten. Google gehört mit seinen Rechenzentren zu den Großverbrauchern von Strom in den USA.

 

Quelle: heise online 

05. November 2007

IBMs effiziente Rechenzentren

Mit dem Ziel, den Energieverbrauch von Rechenzentren zu senken, bietet IBM Firmen Unterstützung an. Das ganze läuft im Rahmen der Big-Green-Initiative ab. Interessant ist, dass die Firmen ein Zertifikat über die Einsparungen erhalten, dass sie an Emissionsbörsen verkaufen können (Quelle: heise)

Laut eigenen Angaben hat IBM durch die Zusammenlegung von Rechenzentren und den konsequenten Einsatz von z-Mainframes eine Einsparung von 80 Prozent erreicht. Die Arbeit von vormals 3900 wird nun von 30 z-Mainframes verrichtet.

 

 

01. November 2007

IT Energiemonster

Die Informationstechnik ist für 5,3% des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich (Quelle: Technium, Kevin Kelly). Das entspricht etwa 1,6% der globalen CO2-Emissionen. Niels Boeing im Heise Technology Review über die Probleme und aktuellen Maßnahmen der Branche.

Sieht auf den ersten Blick nicht nach so viel aus, aber die IT-Branche ist ein lohnendes Ziel: Einsparungen sind bereits mit der aktuellen Technology möglich und es handelt sich um einen wachsenden Bereich. Neben den reinen Energiekosten ist die Wärmeentwicklung eine wichtige Triebfeder. Ich hatte das Thema im Eintrag Aus den Augen aus dem Sinn – Server im Rechenzentrum angesprochen. Im Review steht nun ein Zitat von Strato

Ergebnis: „Wir haben in den letzten 18 Monaten in den Rechenzentren eine Einsparung von 30 Prozent geschafft“, sagte Schmidt. Und fügte selbstbewusst hinzu: „Wenn wir das können, kann das jeder Anbieter, der sich Gedanken darüber macht.“ (Quelle)

Neben Einsparungen wechseln Anbieter auf Strom aus regenerativen Energien, um ihre CO2 Bilanz zu verbessern, z.B. Strato. Weiter hat

die Deutsche Telekom [...] begonnen, Klimaneutralisierung einzusetzen. Für den Energieverbrauch, der beim Betrieb der Telefone der neuen Sinus-Reihe im Laufe von fünf Betriebsjahren anfällt, würden 53.000 Tonnen CO2 in entsprechenden Projekten „stillgelegt“, sagte Claudia Schwab von der Telekom. (Quelle)

Bei den Endgeräten liegt noch riesiges Potential. In Firmen kann der Einsatz von Thin-Clients helfen

Ihre durchschnittliche Leistung betrage mit 17 Watt nur ein Viertel eines Standard-PCs. (Quelle)

Wenn ich meine eigenen Ergebnisse mit dem Strommessgerät vergleiche, müssen es nicht mal Thin Clients sein. Ein Notebook oder ein Mac mini verbrauchen im Normalbetrieb bereits jetzt schon nur etwa 25% des Stroms eines Desktop-PCs. Bei hoher Prozessorlast steigt der Verbrauch zwar, aber selbst unter Volllast liegt er bei etwa 50%. Und das bei einem vollwertigen Rechner.

In den meisten Haushalten werden Computer für anspruchslose Dinge (für den Prozessor) eingesetzt: im Internet surfen, einen Brief mit Word schreiben, die Bilder von der Digitalkamera sichern. Da können die Komponenten auf Sparflamme laufen. Wenn der Bedarf da ist, können die Komponenten “hochfahren”: einen Film komprimieren oder einen Kernel kompilieren. Leistung und Energiesparen müssen kein Widerspruch sein.

   
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