31. Oktober 2007

Vattenfall’s tiefer Fall – der König ist tot, es lebe der König

Fast 200.000 Kunden habe Vattenfall seit dem Sommer verloren, lese ich gerade bei Welt Online. Nach der Pannen im Sommer und der schlechten bis katastrophalen Informationspolitik des schwedischen Konzerns hielt es viele Kunden nicht mehr.

„Vattenfall hat in den vergangenen Monaten fast 200.000 Kunden in Deutschland verloren“, erklärte der Chef des staatlich kontrollierten Unternehmens, Lars Josefsson, in Stockholm. Der Glaube an die Zuverlässigkeit von Vattenfall sei durch die Zwischenfälle in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel beschädigt worden. Die deutschen Kunden hätten den Konzern dafür abgestraft und den Anbieter gewechselt. (Quelle: Welt Online)

Na gut, die Preiserhöhungen dürften vielen den Schritt ebenfalls leichter gemacht haben.

Jedenfalls ist nun auch in Deutschland die Wechselbereitschaft vorhanden, und die Verbraucher machen von ihrer Möglichkeit gebrauch. Selbst wenn der finanzielle Gewinn sich mitunter in Grenzen hält, ist das doch ein klares Signal. Der Kunde ist eben König.

21. Oktober 2007

Die solare Zukunft kommt aus Deutschland

Das Projekt der TU Darmstadt hat den Solar Decathlon 2007 in Washington D.C., USA gewonnen. Bei dem einwöchigen Wettbewerb setzten sich die Studenten mit ihrem Vorschlag gegen 20 weitere Universitäten durch. “Bewertet werden nicht nur das Energie- und Technikkonzept, sondern auch Ästhetik, Vermarktungsstrategien oder die Energiebilanz”, so Barbara Gehrung vom Fachbereich Architektur an der Technischen Universität Darmstadt.

Solar Decathlon 2007
(Quelle: TU Darmstadt)

Die Bedingungen waren nicht einfach: Jedes Team muss eine energieeffizientes Haus kreieren, dass ausschließlich von der Sonne mit Energie versorgt wird. Dabei soll das Haus attraktiv gestaltet sein, es muss eine angenehme Temperatur halten, akzeptable Lichtverhältnisse bieten, Strom für Haushaltsgeräte zum Kochen und Putzen bieten, Geräte wie den Fernseher versorgen und für heißes Wasser sorgen. Schließlich muss das Haus genügend Energie liefern, um auch noch ein Elektroauto zu versorgen. (übersetzt aus Quelle)

Das 75qm große Gebäude (eine Wettbewerbsvorgabe) der Darmstätter produziert die Energie durch Solarzellen auf dem Dach, sowie auf den Lamellen der umgebenen Türen. Diese können die Nord- und Südseite verdecken, die komplett aus Glas bestehen. Dabei richten sich die einzelnen Lamellen nach dem Sonnenstand aus. Das ganze Haus ist natürlich in Passivbauweise erstellt, so dass so gut wie keine Energie verloren geht. Auch architektonisch haben sich die Studenten einige Highlights einfallen lassen, so z.B. die im Boden versenkbare Sitzgruppe.

“50 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland werden in und mit Gebäuden verursacht”, sagt Gehrung. Gebe es nur noch Plus-Energie-Häuser, die mehr Energie erzeugen als in dem Haushalt verbraucht wird, müsste sich niemand mehr um die Energieversorgung sorgen. (Quelle)

Unter http://www.solardecathlon.de/ stellt die TU das Haus ausführlich vor. Bei heute.de gibt es einen Bericht über den Aufbau und weitere Einzelheiten des Hauses. Ein Fotos gibt es auf den oben genannten Websites oder z.B. bei Flickr

17. Oktober 2007

Grüner Strom rund um die Uhr – das Kombikraftwerk

wortbildmarke_orange.jpgIm Rahmen der Kampagne Deutschland hat unendlich viel Energie haben die Firmen Enercon, SolarWorld und Schmack Biogas das Kombikraftwerk vorgestellt.

Das Gemeinschaftsprojekt von Schmack Biogas, SolarWorld und Enercon verknüpft 36 dezentrale Kraftwerke für Wind, Wasser, Sonne und Biogas so miteinander, dass sie rund um die Uhr und bei jedem Wetter jeden Strombedarf liefern können. Es nutzt die ungleich verteilten Energiepotenziale in allen Regionen Deutschlands. (Quelle)

Auf der Website gibt es einen 7 Minuten langen Film über das Kombikraftwerk zu sehen.

Die Kampagne wurde im April 2005 von Jürgen Trittin und Klaus Töpfer ins Leben gerufen und wird von der Branche der erneuerbaren Energien getragen. Weitere Infos beim BMU

14. Oktober 2007

Müsli Autos

Die IAA 2007 ist nun rum und stand (auch) im Zeichen grüne Autotechnologie. Dabei meinen Manche, sei der Spritverbrauch bzw. der CO2-Ausstoß nicht alles: “Der Kunde will kein Müsli-Auto“, so Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Und weiter “Ein erfolgreiches Auto muss sexy sein.”

Ok. Gibt es:

Der Tesla fährt nur mit Strom, eine “Tank”füllung reicht für etwa 400 Kilometer. Natürlich ist der Strom nicht automatisch grün, kann er aber immerhin. Sexy ist er: 248PS, 220 km/h spitze und von 0 auf 100 in 4,2 Sekunden. Die Geschichte des Tesla zeigt, dass auch in den USA “grüne” Autos bisher nicht wirklich gefragt waren.
Kompletten Beitrag lesen …

08. Oktober 2007

Gezeitenkraftwerke

Bei E.ON gibt es in der Rubrik “Thema der Woche” diesmal ein Special zu “Strom aus dem Meer”. Es wird erklärt, wie ein Gezeitenkraftwerk funktioniert, als Text und Video.

   
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