06. August 2007

Heizpilze im August?

Seit Samstag beglückt uns doch mal der Sommer mit seiner Anwesenheit. Natürlich musste diese (vielleicht einmalige) Gelegenheit am Samstag genutzt werden und ich machte einen Abstecher in die City. Nun sitze ich also bei angenehmen Temperaturen und einem gekühlten Getränk unter offenem Himmel. Drinnen sitzen kann man schließlich auch ein andermal. Die Leute haben sich schick herausgeputzt und flanieren am Tisch vorbei. So gegen 10 wird es langsam etwas kühler – ein Sonnentag macht eben noch keinen Jahrhundertsommer.

Rückblende: vor den Jahrhundertsommern der letzten Jahre oder etwa im Herbst hat man sich bei solchen Ausflügen mit einem wärmenden Kleidungsstück für spätere Stunden bewaffnet.

Dieser Brauch scheint nun in Vergessenheit geraten zu sein. Denn welche Szene beobachten meine Augen um 10:04? Der Kellner eilt herbei und startet den bereitstehenden Heizpilz.

Im August.

August?

Muss das sein? Verregneter Sommer hin oder her – ich kann mir doch auch ein Kleidungsstück über das T-Shirt oder das Sommerkleidchen ziehen, wenn mir ach so kalt ist. Weiß vielleicht jemand, wieviel Gas so ein Ding verbraucht? Ist aber eigentlich auch egal, ein Pullover läuft auch ohne Gas.

auch lesenswert:

  • Preisexplosion beim Gas
  • 4 Kommentare

    1. Jessi schrieb am 06. August 2007 um 11:04

    Wer vier dieser Heizstrahler an zwei Wintermonaten zehn Stunden am Tag nutzt, der ist für 2,7 Tonnen CO2 Ausstoß verantwortlich! Wenn man nun bereits im August mit den Heizstrahlern anfängt, dann läßt sich ja leicht hochrechnen, wie es dann mit dem CO2 Ausstoß aussieht.
    Übrigens der neuste Clou sind Kühlpilze! Kein Witz!

    2. admin schrieb am 06. August 2007 um 11:10

    Auch schön sind die neuen Raucherinseln: http://www.flickr.com/photos/timpritlove/31489510/

    Frische Luft ist ja nett, aber braucht natürlich auch wieder Energie.

    3. Gesine Zoellner schrieb am 04. Dezember 2007 um 17:06

    Wer, bitteschön, lässt denn Heizpilze 10 Stunden am Tag laufen? Das wäre genauso hohl, als wenn man den Motor des Autos laufen ließe, während man shoppen geht… Bei intelligenter Nutzung – und hier ist der Endverbraucher gefragt – sind die Heizpilze durchaus o.k., man muss sie nur vernünftig einsetzen, und das tun die Gastwirte. So viel Vernunft muss man den den Leuten schon zutrauen dürfen… Mal davon ab verbraucht heute alles und jeder Energie, Gas, Öl…! Macht doch mal den Anfang und werft eure TV-Geräte, DVD-Recorder, Rechner, Waschmaschinen, Trockner, Gespirrspüler, Autos, Motorräder, Cd-Player, Handies, Mikrowellen usw usw weg… Und wenn ihr ganz korrekt sein wollt, hört auch bitte freundlicherweise auf zu atmen (C02-Ausstoß)

    4. Michael Schulz schrieb am 08. Januar 2009 um 22:38

    Wahrheit oder Politik?

    Zur Untermauerung ihrer Klima-Thesen haben Politiker wesentliche Grundlagen der Chemie dummerweise so verdreht, dass die Ergebnisse nicht mit der Wahrheit übereinstimmen – das betrifft im Besonderen Heizpilze und deren CO2-Ausstoß. Wir möchten euch das mal erklären.

    Zur Veranschaulichung daher folgendes Beispiel:

    Fakten und Grundlage der Chemie…

    Propangas:
    C3H8 + 5O2 => ergibt bei der Verbrennung => 3 CO2 + 4 H2O =>, und das sind 3 Kilo CO2
    (nachzulesen unter den Grundlagen der Chemie: hier klicken)

    Allerdings kann selbst nach den Maximalwerten lt. Herstellerangaben ein wirklich guter und leistungsstarker Heizpilz wiederum nur 870 Gramm Propangas pro Stunde verbrennen:

    870 Gramm x 3 = 2,6 Kilo CO2 (Hier wohl die erste Differenz zur Politik, damit Zahlen an die Wahrheit rücken).

    …und was unsere Politiker daraus zaubern:

    Die Grünen leiten allein aus der oben genannten Formel bereits 3,5 kg ab??? Wir empfehlen Nachhilfe in Mathe! Wer falsch weiterrechnet, kommt auch woanders an. Die Grünen berechnen alleine in Berlin die Heizpilze in Summe mit einem Verbrauch von 10.000 Tonnen CO2.

    Und hier Grundlagen der Mathematik:

    In Berlin wurden im Jahre 2007 (lt. DVFG) 2.911 Tonnen Flaschen-Propan-Gas abgefüllt (das beinhaltet allerdings auch den Propangas-Verbrauch aller Campern, Restaurants, Dönerbuden, Dachdeckern, Handwerkern etc…).

    Wenn wir nun annehmen, alle 2.911 Tonnen würden wirklich nicht nur abgefüllt, sondern dazu auch noch in Gänze verbraucht, ergäbe sich daraus:

    2.911 x 3 = 8.733 Tonnen C02

    Lt. Angaben der Grünen übersteigt jedoch der Gasverbrauch sämtlicher Heizpilze in Berlin den Gesamtverbrauch aller Branchen der Hauptstadt.

    Um es nun ganz verrückt zu machen:

    In Berlin wurden 20 Millionen Tonnen CO2 verbraucht (lt. Statistisches Bundesamt Bericht 2007). Angenommen, dass tatsächlich 8.733 Tonnen CO2 nur den Heizpilzen zuzurechnen wären, würden diese am Gesamtverbrauch einen Anteil von 0,043% einnehmen.

    Fazit: Es ist wünschenswert, dass sich Politiker näher an der Wahrheit bewegen, da ihre meinungsbildenden falschen Angaben nicht nur die Gastronomie- und Tourismusbranche negativ beeinflussen.

    Wahrheit oder Politik? Wie so oft lassen sich auch hier nur Aktionismus und ewige Profilierungssucht erkennen! Aber hier sind die Fakten, und lasst bitte diese auch sprechen.
    Es ist wirklich alles für jeden nachzulesen!

    Es grüßt euch

    Michael Schulz
    schulz@heizpilze.de

    Quellen:

    N-TV
    http://www.n-tv.de/1064852.html

    Chemische Formel: (Nur ein Auszug – steht allerdings auch in jedem Grundlagenbuch der Chemie!)
    http://books.google.de/books?id=AZbSxUgQhqcC&pg=PA153&lpg=PA153&dq=propangas+co2&source=web&ots=wFVIq6GE8E&sig=ENo_3BsbeuKLdlEWleFy4s9KrBU&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=8&ct=result

    Deutscher Verband Flüssiggas e.V.
    http://www.dvfg.de/de/infothek/fakten/absatz-nach-bl.html

    Heizpilzbeispiel:
    http://www.heizpilze.de/burny_heizpilz_13kw_eco_edelstahl.htm

    Politische Beiträge:

    Beitrag-Grüne:
    http://www.gruene-fraktion-berlin.de/cms/klima/dok/204/204006.heizpilze_heizen_das_klima_an.html

    und diese Inhalte sind leider mannigfach im Netz adaptiert worden.

    Short-News:
    http://www.shortnews.de/start.cfm?id=668047

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