07. Juli 2007

Steigende Preise zum 1. Juli – den Stromanbieter wechseln?

Es ging unübersehbar durch die Medien, zum 1. Juli wurden vielerorts die Strompreise angehoben.

Der Grund: Ab Juli endet die staatliche Kontrolle der Stromtarife. Bisher mussten die Konzerne Preiserhöhungen vom Wirtschaftsministerium des jeweiligen Bundeslandes genehmigen lassen.
(Quelle: ZDF)

Im vergangenen Monat musste ja Vattenfall bereits erfahren, das nicht alle Kunden eine Preissteigerung einfach hinnehmen, wird das nun bei anderen Anbietern folgen? Die beiden großen E.ON und RWE haben zwar keine Preiserhöhungen zum 1. Juli angekündigt, aber auch das kann sich schnell wieder ändern.

Wie kann ich als Endkunde mich denn informieren? Das ARD Morgenmagazin hat einige Informationen und Links dazu zusammengestellt. Das dort verlinkte Merkblatt zum Anbieterwechsel enthält die wichtigsten Infos.

Der wahrscheinlich bekannteste Tarifrechner im Internet dürfte Verivox sein, die Website schafft es inzwischen bei fast jedem Bericht zum Thema ins Fernsehen (mit teilweise lustigen Effekten: im Fernsehen wird Verivox gezeigt, auf der ZDF-WISO-Internetseite aber der Partnertarifrechner von strom-magazin.de verlinkt). Weitere Tarifrechner findet man bei www.stromtip.de, www.stromletter.de, www.energienetz.de oder www.stromtarife.de. Bei strom-magazin.de finde ich noch erwähnenswert, dass es neben den normalen Daten wie Preis, Laufzeit, etc. auch eine Einschätzung zur Seriösität und dem Service der Anbieter gibt.

Zu beachten bei den Rechnern ist, dass die Preise und damit das Ranking der Anbeiter meistens auf ein Jahr berechnet werden. Einige Anbieter geben beim Vertragsabschluss einen einmaligen Bonus, wodurch der Preis im ersten Jahr günstiger wird und damit ganz vorne bei den günstigsten Anbietern unterscheidet. Anschließend muss er aber nicht unbedingt mehr günstiger sein. Bei den Rechner kann man meistens noch weitere Einschränkungkriterien angeben, wie etwa Ökostrom.

Neben dem aktuellen Preis sollte man noch auf die Vertragslaufzeit und die Preisstabilität bzw. -garantie achten. Einige Anbieter garantieren den einmal abgeschlossenen Tarif für einen gewissen Zeitraum, andere nicht. Ohne eine solche Garantie ist man vielleicht zum derzeit günstigeren Anbieter gewechselt, in zwei oder drei Monaten zieht der aber seine Preise nach und man ist so schlau wie vorher.

4 Kommentare

1. Rudi schrieb am 24. August 2007 um 10:37

Der Vergleich der Stromanbieter ist zwar in den meisten Fällen sehr lohnend, dennoch kann durch den Einsatz von Energiesparlampen bis zu 80 Prozent der Energiekosten für die Beleuchtung eingespart werden.

Viele Grüße
Rudi

2. Gerhard schrieb am 09. Oktober 2007 um 10:57

Und ein halbes Jahr spaeter sind neue Preiserhoehungen bis zu 15% angekuendigt. Es sind immer noch nicht ausreichend Verbraucher gewechselt da der Preiskrieg noch nicht ausgebrochen ist. Meiner Meinung nach ist der einzig ware Weg das trennen der Stromproduktion von dem Stromverbrauch wie die EU es verlangt, die jetzigen Stromnetzbetreiber und Hersteller halten kuenstlich die produzierte Strommenge zu niedrig um nicht an der Boerse handeln zu muessen. Eine andere Moeglichkeit waere das die komplette Strommenge an der Boerse angeboten werden muss, auch der Strom der fuer die eigenen Verbraucher benoetigt wird. Nur ein geringes Stromkontigent wird an der Leipziger Stromboerse gehandelt. Dieses hat zufolge das der Markt nur anscheinlich offen ist. Die Grossen Netzbetreiber haben aber immer noch den Markt fest im Griff.

3. melanie schrieb am 03. Januar 2008 um 20:30

Kann man eigentlich nur den Stromanbieter wechseln oder auch das Gas?Ich blicke im Moment da nicht wirklich durch.Es gibt so viele.

4. admin schrieb am 06. März 2008 um 11:38

Gas kann man auch wechseln, allerdings gibt es bisher kaum bundesweite Anbieter. Soweit ich weiß, ist E wie Einfach im Moment der einzige überall buchbare. Ansonsten eben bei den regionalen Anbietern schauen.

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