07. Juli 2007

Nochmal CO2 in die Tonne – diesmal E.ON

CO2-Abtrennung ist derzeit offenbar ein beliebtes Thema. Im Juni hat diesmal E.ON verkündet, dass eine Pilotanlage zur CO2-Abtrennung gebaut wird. Das ganze geschiet in Zusammenarbeit mit ALSTOM in Schweden, genauer gesagt in Karlshamn. Das Verfahren bindet das CO2 mit Ammoniak, was (laut Pressemitteilungen) im Vergleich zu anderen Verfahren wohl recht energiesparend funktioniert.

Studies demonstrate that Alstom’s technology results in an energy loss of approximately 10% versus other methods of post-combustion CO2 separation, which result in losses of nearly 30%.
(Quelle: Alstom)

Dabei werden bis zu 90% des CO2 aus den Abgasen getrennt. 2008 soll das Kraftwerk fertig sein, anschließend wird eine weitere Pilotanlage in den USA gebaut, dort allerdings nicht mit E.ON sonder AEP (American Electric Power).

Beim Surfen auf den Alstom Seiten habe ich noch eine Pressemitteilung gesehen, dass auch die CO2 freie Erdgasförderung in Norwegen mit der Ammoniak-Technologie arbeitet – allerdings war mein Artikel schon im April online, die PM ist vom Juni.

E.ON erklärt auf seiner Website auch die drei derzeit möglichen Verfahren für CO2 Abtrennung:

  • Pre Combustion
  • Post Combustion
  • Oxyfuel-Verfahren

Kurz zusammengefasst trennt das erste Verfahren das CO2 von der Kohle vor der Verbrennung, indem die Kohle in Gas umgewandelt wird. Das zweite trennt das Kohlendioxid mit Lösungsmitteln aus den Abgasen nach der Verbrennung. Beim dritten Ansatz wird der Brennstoff mit reinem Sauerstoff verbrannt, so dass als Abgas CO2 und Wasser entstehen, was sich relativ leicht trennen lässt.

Wer noch detailiertere Infos zur CO2 Abscheidung möchte, sollte mal hier schauen (allerdings in Englisch).

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