Steigende Strompreise für den Klimaschutz?
Bei heute.de habe ich folgendes Zitat gefunden:
…SPD-Emissionshandelsexperte Frank Schwabe. Schwabe kritisierte Drohungen von Stromversorgern, wegen der erwarteten Mehrkosten von schätzungsweise 400 Millionen Euro die Strompreise zu erhöhen. Diese Reaktion sei “unterirdisch”. Die neuen Regeln würden lediglich dazu führen, die “exorbitanten” Gewinne der Energieversorger etwas zu schmälern.
(Quelle)
Worum gehts? Der Bundestag hat die neuen Pläne zum Emissionshandel beschlossen. Und der sieht mit dem Ziel der CO2-Reduktion vor, den Stromanbietern weniger Emissionszertifikate – wie bisher – zu schenken. Diese müssen zukünftig gekauft werden und verursachen damit natürlich Kosten. Der Experte wirbt also dafür, dass diese zusätzlichen Kosten nicht an den Verbraucher weitergegeben werden, sondern die Erzeuger sie selber tragen.
Ob die Anbieter diese zusätzlichen Ausgaben umlegen, sei mal dahingestellt. Es lässt sich aber nicht bestreiten, dass die drohenden Kosten schon Effekte bewirken. In der Kategorie CO2 habe ich ja schon einige solche Anlagen beschrieben und es werden wohl weitere dazukommen. Diese Anlagen werden nicht alle aus reiner Liebe zum Planeten gebaut sondern – natürlich – auch aus finanziellen Überlegungen. Die drohenden steigenden Kosten sorgen für die Investition. Der Emissionshandel zeigt demnach Wirkung.
Ganz so einfach mit dem Preiserhöhen ist es inzwischen in Deutschland übrigens auch nicht mehr. Mit dem Ende der Preisaufsicht am 1.7. stehen bei einigen Anbietern Preiserhöhungen an. So z.B. bei Vattenfall. Allerdings ist das keine Lizenz zum Geldrucken, wie es mancherorts dargestellt wird: Vattenfall verliert derzeit spürbar Kunden. Nach der großen Empörungswelle in der letzten Woche nun die Gegenmaßnahme:
Vattenfall kündigte an, die neuen Preise nun auch mit extra Beratungstagen in Kundenzentren und mit Sonderveröffentlichungen in Zeitungen zu erläutern.
(Quelle)
Emissionshandel oder Klimaschutz war bisher noch nicht bei den Gründen, vielleicht wird das ja nach dem Bundestagsbeschluss von heute nachgebessert.







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Ein Kommentar
1.
Freiheitsfreund schrieb am 23. Juni 2007 um 12:57
CO₂ muss etwas kosten…
CO₂ muss Geld kosten und es kostet seit gestern glücklicherweise endlich auch in Deutschland. Im Bundestag wurde nämlich der “Nationale Allokationsplan 2 (NAP 2008-2012)” beschlossen. Im Rahmen des globalen CO₂-Handels gilt da…