Kaffee bringt neue Energie – und wieviel nimmt er?
Kaffee – der Treibstoff unzähliger Büros auf der ganzen Welt. Der klassische Filterkaffee ist heute etwas aus der Mode gekommen, italiensiche Baristakunst oder wenigstens -technik hat Einzug in den Alltag gehalten. So kann man auch schon morgens beim Bäcker zwischen normalem Kaffee, Espresso, Cappuccino, Caffe Latte (auch Cafe au lait) und Latte macchiato wählen. Wie zu erwarten geht es hier aber nicht um den besten Kaffee, sondern um den Energieverbrauch beim Brühen.
Auch in unserem Büro gehört Kaffee dazu. Seit einiger Zeit nennen wir für diesen Zweck eine Siemens Surpresso S60 unser eigen, die ihre Arbeit mit Bravour erledigt. Die Siemens ist ein Vollautomat, d.h. man füllt die vollen Bohnen in einen Behälter, Wasser in einen anderen, drückt einen Knopf und alles weitere läuft (voll)automatisch: die Bohnen werden gemahlen, das Wasser erhitzt und der Kaffe gebrüht. Wenn man möchte, kann man manuell Milch aufschäumen. Gefragt sind bei uns vor allem Kaffee, Espresso und Milchkaffee bzw. Latte macchiato.
Nun zum Stromverbrauch, erstmal im Standby. Der liegt bei 3W, im eingeschalteten Zustand bei 4W, also kein großer Unterschied. Ganz interessant fand ich folgendes: man kann für die Surpresse einstellen, ab wann automatisch der Standbybetrieb aktiviert wird. Ist die Maschine auf Standby und wird wieder eingeschaltet, wird zunächst hochgeheizt, kurzzeitig auf über 1000W. Dieser Vorgang braucht ca. 260Wh. Schalte ich also nach 1 Stunde Nichtgebrauch für 3 Stunden auf Standby und schalte dann wieder ein, werden 3Wh (3×1Wh) gespart und 260Wh beim Hochheizen verbraucht – seitdem ist Autostandby deaktiviert. Immerhin verfügt die Maschine über einen richtigen Netzschalter, d.h. Aus heißt hier auch aus – und 0W Verbrauch.
Zum Kaffee: ein kleiner schwarzer Espresso treibt den Verbrauch kurz auf knapp 1200W hoch, am Ende bleiben 10Wh auf der Anzeige stehen. Für einen Kaffee sind es 14Wh. Schäumt man noch Milch zum Espresso auf für einen Latte, sind es am Ende 19Wh.
Der Milchkaffee schluckt also etwa so viel Energie wie 45 Minuten Arbeit am Laptop. Er gibt einem aber auch mindestens soviel zurück
p.s. eine Anmerkung zum Standby/laufenden Betrieb: ich habe jetzt nicht beobachtet, ob die Maschine zwischendurch nochmal hochheizt. Das würde die Tagesbilanz natürlich etwas verändern, der Verbrauch pro Kaffee bliebe gleich.







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