18. April 2007

CO2 freies Erdgas aus Norwegen

Norwegen ist der viertgrößte Produzent von Erdgas und der zweitgrößte Ölproduzent in Europa (s. auch Offizielle Seite Norwegens). Der Artikel “Der Schatz der Barentssee” (Reiner Luyken) in der ZEIT-Ausgabe vom 4. April beschreibt die Erschließung neuer Erdgasvorkommen im Norden des Landes.

Der norwegische Konzern Statoil legt bei der Erdgasförderung großen Wert auf die CO2 Vermeidung, denn in Norwegen gibt es ein Steuer auf CO2 von 50 Dollar pro Tonne. Im Rohgas ist CO2 enthalten, dass vor dem Weiterverkauf gefiltert werden muss. In heutigen Anlagen gelangt es einfach in die Luft. Bei der Anlage Snohvit ganz im Norden auf Melkoya bei Hammerfest wird dieses gefilterte Kohlendioxyd wieder unter die Erde gepumpt und dort in einer von Salzwasser durchtränkten Gesteinsschicht gespeichert. Ein darüber verlaufende undurchlässige Schicht verhindert den Wiederaufstieg des Gases. Die CO2-Trennung verbraucht dabei selbst Energie, so dass im Endergebnis etwa halbsoviel CO2 entsteht wie bei anderen Anlagen.

Norwegisches Erdgas enthält damit heute schon nur noch ~30% soviel CO2 wie der Weltmarktdurschnitt. Durch weitere Innovationen soll dieser Wert in den nächsten Jahren noch sinken:

Der CO2-Ausstoß der norwegischen Gasförderung beträgt heute nur noch 6,4 Kilogramm pro BOE (barrels of oil qwuivalent), verglichen mit weltweit 17,6 Kilogramm. Das 2004 angelaufene Gasfeld Kvitebjorn kommt soagr mit einer Emission von nur 1,9 Kilogramm aus.

Neben Snohvit liestet Statoil eine Reihe weiterer CO2-Projekte auf seiner Internetseite auf. Für jedes Projekt gibt es Hintergrundinformationen und Details zum angepeilten CO2-Ausstoß. Animationen und Schaubilder unterstützen die Erläuterungen.

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