20. April 2007

Mac mini – mini Verbrauch?

Er ist klein, leise, erschwinglich und sieht dabei auch noch nett aus: Apples Mac mini. Die verwendete Notebook Technik lässt beim mini hoffen, dass der Rechner auch die günstigen Verbrauchswerte eines Notebooks hat. Beim iMac hatte das ja nur teilweise funktioniert, die Werte waren zwar etwas besser als beim PC, aber kein Vergleich zu Notebooks.

Genau wie beim iMac bin ich für den mini auf Energiesuche im Freundeskreis gegangen und auch fündig geworden. Kompletten Beitrag lesen …

18. April 2007

CO2 freies Erdgas aus Norwegen

Norwegen ist der viertgrößte Produzent von Erdgas und der zweitgrößte Ölproduzent in Europa (s. auch Offizielle Seite Norwegens). Der Artikel “Der Schatz der Barentssee” (Reiner Luyken) in der ZEIT-Ausgabe vom 4. April beschreibt die Erschließung neuer Erdgasvorkommen im Norden des Landes.

Der norwegische Konzern Statoil legt bei der Erdgasförderung großen Wert auf die CO2 Vermeidung, denn in Norwegen gibt es ein Steuer auf CO2 von 50 Dollar pro Tonne. Im Rohgas ist CO2 enthalten, dass vor dem Weiterverkauf gefiltert werden muss. In heutigen Anlagen gelangt es einfach in die Luft. Bei der Anlage Snohvit ganz im Norden auf Melkoya bei Hammerfest wird dieses gefilterte Kohlendioxyd wieder unter die Erde gepumpt und dort in einer von Salzwasser durchtränkten Gesteinsschicht gespeichert. Ein darüber verlaufende undurchlässige Schicht verhindert den Wiederaufstieg des Gases. Die CO2-Trennung verbraucht dabei selbst Energie, so dass im Endergebnis etwa halbsoviel CO2 entsteht wie bei anderen Anlagen.

Norwegisches Erdgas enthält damit heute schon nur noch ~30% soviel CO2 wie der Weltmarktdurschnitt. Durch weitere Innovationen soll dieser Wert in den nächsten Jahren noch sinken:

Der CO2-Ausstoß der norwegischen Gasförderung beträgt heute nur noch 6,4 Kilogramm pro BOE (barrels of oil qwuivalent), verglichen mit weltweit 17,6 Kilogramm. Das 2004 angelaufene Gasfeld Kvitebjorn kommt soagr mit einer Emission von nur 1,9 Kilogramm aus.

Neben Snohvit liestet Statoil eine Reihe weiterer CO2-Projekte auf seiner Internetseite auf. Für jedes Projekt gibt es Hintergrundinformationen und Details zum angepeilten CO2-Ausstoß. Animationen und Schaubilder unterstützen die Erläuterungen.

08. April 2007

Energieverbrauch am Computer – die Peripherie

Ein Computer (egal ob PC oder Mac) funktioniert nie alleine, er hat immer eine Reihe elektronischer Helferlein zur Seite. Neben dem Monitor ist der Drucker wohl das bekannteste Zusatzgerät. Ein Modem (DSL, ISDN oder analog) gehört ebenfalls zur häufigen Grundausstattung und auch ein WLAN-Router ist nichts ungewöhnliches (gerne auch kombiniert mit dem Modem). Danach gibt es eine nahezu unüberschaubare Liste weiterer Geräte wie USB-Hubs, Funktastatur, -maus oder -kopfhörer, Scanner, TV-Boxen, usw, usw …

Diese Liste ist also nahezu beliebig lang und für jeden Benutzer verschieden. Für meine Computeraccessoires habe ich mal wieder das Messgerät bemüht.

Zuerst der Router, der übernimmt bei mir in einem WLAN und DSL-Modem. Mein PC ist direkt per Kabel verbunden, aber für den Laptop habe ich WLAN aktiviert. Da ich nicht jedesmal den Router ein- und ausschalten möchte, bleibt er rund um die Uhr an. Im laufenden Betrieb zieht er 7W, was ich erfreulich wenig fand. Ich habe jetzt nicht getestet, ob und wie sich der Verbrauch verändert, wenn über das WLAN Daten geschickt werden. Da das WLAN nur selten genutzt wird und der PC – wie gesagt – per Kabel direkt verbunden ist, habe ich diesen Punkt erstmal vernachlässigt. Im ausgeschalteten Zustand (Schalter am Gerät) werden 0,8W vom Messgerät ausgewiesen. Das Netzteil verbraucht also auch ohne aktives Gerät – mehr als etwa der Fernseher auf Standby!

Der Tintenstrahldrucker liegt eingeschaltet zunächst bei 1,5W, erst wenn sich der Druckkopf bewegt, steigt der Verbrauch auf 5,5W an. Ausgeschaltet bleiben 0,2W auf dem Display stehen. Auch beim Drucker habe ich nicht alle möglichen Konstellationen probiert (Druck, SW/Farbe, viele Punkte/wenig Punkte).

Zum Schluss habe ich den Funkkopfhörer unter die Lupe genommen. Den nutze ich nicht ständig, die Ladestation ist aber dauerhaft am Netzteil angeschlossen. Mit ausgeschaltetem und nicht aufliegendem Kopfhörer – also nur Ladestation – werden 2,2W gezogen. Der gleiche Verbrauch wird angezeigt, wenn der Hörer an ist und Sound übertragen wird. Da der Hörer an sich über Akkus versorgt wird, verbraucht die Lade/Sendestation also keinen zusätzlichen Strom, wenn sie Signale schickt. Wird der Hörer wieder zum Aufladen aufgelegt, steigt der Verbrauch auf 3W.

Die Peripherie hat im Vergleich zum Rechner / Monitor keinen so großen Anteil am Gesamtverbrauch (nicht mal 10%). Vergleicht man die Peripherie aber mit den Standby-Werten, sieht es etwas anders aus. Router und Kopfhörer ziehen kontinuierlich ca. 9W, das sind im Jahr fast 80kWh und damit (bei mir) 15€. Damit das WLAN komfortabel genutzt werden kann, muss der Router an bleiben. Allerdings gibt es Zeiten, in denen auch das WLAN nie genutzt wird (etwa nachts zwischen 1 und 7). Beim Kopfhörer ist die Sache sogar noch einfacher, denn der muss überhaupt nur Strom haben, wenn der PC läuft.

Optimal wäre also, wenn der Router entweder nur zeitgesteuert anspringt oder wenn der PC an ist. Der Kopfhörer eigentlich nur, wenn der PC an ist. Vielleicht kann man das mit einer Zeitschaltuhr realisieren.

Am meisten Strom kann am Rechner selbst gespart werden. Denn der Computer verbraucht im Moment doppelt so viel wie mein Laptop unter Volllast.

06. April 2007

Stromverbrauch beim LCD Monitor

Nach dem PC war diesmal der Monitor dran, ein Medion 19 Zoll Gerät. Der Bildschirm hat zwei integrierte Boxen.

Im laufenden Betrieb zeigt das Messgerät 31,7W. Addiert man das zum Verbrauch des PCs, schneidet der iMac nun doch deutlich besser ab. Auf Standby, d.h. Computer aus, der Monitor schaltet sich nach einigen Sekunden ohne Signal selbst ab: 1,3W.

Interessant wird es, wenn der Ausknopf betätigt wird: immer noch 1,3W. D.h., der Schalter ist eigentlich überflüssig, da der Bildschirm eh auf Standby bleibt. Mein Erklärungsversuch zielt auf das Netzteil: das ist nämlich als kleine Box ausgelagert, so dass der Schalter hinter dem Netzgerät kommt.

Vergangene Woche bin ich im Netz über einen Blogeintrag zum möglichen Energiesparen bei Monitoren gestolpert, der vorschlägt, Webseiten vorzugsweise mit Heller Schrift auf dunklem Grund zu gestalten, umso die benötigte Leuchtkraft zu reduzieren. Bei Röhrenmonitoren mag das ja theoretisch funktionieren (wenn ich auch persönlich einen messbaren Effekt bezweifle), aber ein Blick in den Wikipedia-Artikel zu Flüssigkristallbildschirmen klärt auf, dass das mit LCDs nicht funktioniert:

Bei Videodarstellung schneiden die LCDs schlecht ab, weil dunklere Bildbereiche gleichhell hinterleuchtet sind)

Die eigentliche Folie wird gleichmäßig hinterleuchtet, wenn einzelne Pixel schwarz bleiben, lassen sie keine Licht mehr durch, schalten es aber deswegen nicht ab. Würden die einzelnen Pixel aus sich heraus leuchten, könnte die Idee funktionieren.

03. April 2007

TV, Video, DVD – Wieviel Strom fürs Fernsehen?

Manche verteufeln ihn, andere können nicht ohne: den Fernseher. Für viele der zentrale Bestandteil des Wohnzimmers. Wieviel Energie verbraucht er und wie ist das mit der viel gescholtenen Stand-By Funktion?

Mein TV hat inzwischen einige Jahre auf dem Buckel, Röhre, 55cm von Thomson. Im laufenden Betrieb zieht das gute Stück 75W – übrigens unabhängig davon, welches Programm ;-) Im Standby Modus sind es gerade mal 0,4W, da hatte ich ehrlich gesagt mehr erwartet. Seit einiger Zeit schalte ich pflichtbewußt die Kiste immer ganz aus, was natürlich schon irgendetwas bringt, aber eben nicht so viel wie gedacht.

Als nächstes der DVD Player, ein Standardmodell. Im laufenden Betrieb liegt der Stromverbrauch zwischen 9 und 10 Watt, was deutlich weniger ist als etwa bei einem PC. Bemerkenswerter war da der Standbyverbrauch, der liegt bei 6W, also 15 mal so hoch wie beim Fernseher. Da man den DVD Spieler wirklich nur braucht, wenn man eine DVD schauen will, stellt das Ausschalten wohl keine große Einschränkung dar.

Zuletzt noch der Videorekorder. Den nutze ich nur selten zum Aufnehmen einzelner Sendungen. Im laufenden Betrieb pendelt der Energieverbrauch um die 13,4W. Im Standby Modus kommen immer noch 5,7W zusammen. Eigentlich wäre der Videorekorder also auch ein Kandidat zum Abschalten. Das Problem dabei ist nur, dass sobald der Strom weg ist, auch alle Einstellungen und Kanäle futsch sind. Würde man nur Videos abspielen, kann man damit leben, aber zum Aufnehmen sieht das anders aus. Entweder ich möchte immer alle Kanäle eingestellt haben, oder aber ich spare Strom. Dabei wäre eine technische Lösung dafür kein Zauberwerk: mein Fernseher behält die Einstellungen auch ganz ohne Strom.

Zählt man den Stromverbrauch aller Geräte zusammen, sind das kontinuierliche 12W für Standbybetrieb. Aufs Jahr hochgerechnet, sind das 105kWh, bei meinem aktuellen Tarif knapp 20 Euro. Da lohnt sich das Ausschalten schon, immerhin kann man von dem Geld zu zweit ins Kino gehen (mit Popcorn)

   
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