18. September 2009

Audi e-tron

Die IAA steht dieses Jahr (mal wieder) im Zeichen der Elektromobile. So richtig sportlich ist dabei in diesem Jahr Audi unterwegs. Der e-tron wird von vier Motoren bewegt mit insgesamt 313 PS und 4500 Nm Drehmoment. Nach dem Tesla also noch ein Elektrocar, das auf der Sportschiene vorprescht.

Ist ja irgendwo auch verständlich, man bekommt einfach mehr Aufmerksamkeit mit schnellen Flitzern als etwa mit einem Kleinwagen. Klassischer Haken ist die Reichweite: 248 Kilometer sind angegeben, bei einem Spitzentempo von (abgeriegelten) 200 km/h hat man da nicht wirklich lange was von. Aber wen stört das, schließlich ist es ein Concept Car. Auf jeden Fall zeigt es, dass ein Elektroantrieb nicht langsam sein muss und genauso Fahrspaß bieten kann, wie ein Benziner.

Beim Webauftritt hat Audi ein wenig auf Geheimnisvoll gemacht, bis zum 15. waren nur Blitze und tolle Sprüche über Elektrizität zu sehen. Nun setzen die Ingolstädter auf Vernetzung: auf der Seite kann man sich die aktuellen Verlinkungen in YouTube, Blogs und Twitter anzeigen lassen.

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In der Wolke kann man sich einzelne Beiträge und Tweets lesen

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Ganz nett gemacht.

10. September 2009

Superwurst rettet die Welt

Es gibt manchmal Dinge, die sind so bekloppt, dass man echt an den Kopf fasst. Seit 2006 ist es ja sehr hipp, etwa in der Werbung auf klimafreundliche Eigenschaften hinzuweisen. Waren das am Anfang noch Waschmaschinen oder Autos können das inzwischen fast alle Produkte des täglichen Lebens sein. Auch Grillwürstchen, jedenfalls findet das Ökoland. Es reicht heute nicht mehr, dass Grillwürsten lecker sind, Öko und Bio ist auch schon zu Mainstream. Also ist die Wurst jetzt auch klimaneutral.

KNACKIG, LECKER, KLIMANEUTRAL

um genau zu sehen. Eben eine Superwurst, die die Welt retten könnte:

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Und damit auch der letzte kapiert, was die Stunde geschlagen hat:

Was steckt denn nun hinter der Geschichte? Oder ist es einfach nur eine geniale (?) Marketingaktion, um Resonanz etwa in Blogs zu bekommen (klappt auch nicht so schlecht: ShopbloggerOswald, Dwarsloper oder einfach Google)

Die Superwurst kommt von Ökoland und das wurde 2007 als erstes “Klimafreundliches Unternehmen nach Stop Climate Change Standard” zertifiziert.

Das anerkannte Zertifizierungssystem Stop Climate Change (SCC) hilft Ihnen, Ihre Treibhausgase zu bilanzieren, zu reduzieren und auszugleichen.

Mit SCC implementieren Sie ein Emissionsmanagement-System (EMS) für Ihr gesamtes Unternehmen oder spezielles Produkt. Sie leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Der Ausgleich von Treibhausgase erfolgt nach international anerkannten Verfahren und ist Teil der globalen Klimastrategie. Durch die Reduktion Ihrer Treibhausgase senken Sie zudem langfristig Ihre Kosten.

Nach der erfolgreichen Zertifizierung dürfen Sie Ihr Unternehmen bzw. Ihr Produkt mit der Stop Climate Change Auszeichnung kennzeichnen. Sie kommunizieren so Ihre unternehmerische Verantwortung für den Klimaschutz. (Quelle)

Das Siegel ausgedacht hat sich AGRA-TEG, ein Spin-Off der Universität Göttingen. Zertifiziert wird wiederum durch die Gesellschaft für Resourcenschutz.

Also doch alles garnicht so bekloppt? Das CO2-Monster ist schon eine ziemlich skurrile Erscheinung, aber es gab ja auch schonmal böse CO2-Moleküle (s. Game Over CO2)

Die Würstchen waren jedenfalls lecker!

06. September 2009

Die Welt nur mit Solarstrom

Heute morgen bin ich über folgende Landkarte gestolpert:

Soviel Fläche müsste mit Solarpanels bebaut werden, um den weltweiten Energiebedarf zu decken. Heute (blau) und 2030 (grün). Dazu gibt es eine umfassende Erläuterung: Total Surface Area Required to Fuel the World With Solar

22. Mai 2009

Elektroauto Testfahrer in München gesucht

In München startet E.ON ein Pilotprojekt für Elektromobilität zusammen mit BMW. Ab Juni 2009 fahren MINI Es durch München, "betankt" mit E.ON Strom. Die Zweisitzer haben eine 150 kW-Elektromotor und erreichen damit in der Spitze 150 km/h Höchstgeschwindigkeit. Mit einer Batterieladung kommt man bis zu 250 Kilometer weit.

Das spannende: bei Interesse kann man sich bei E.ON als Testfahrer bewerben. E.ON übernimmt die Leasing-Rate und den Strom. Außerdem wird jedem Testfahrer

zu Hause, wenn technisch möglich, eine moderne Ladeeinrichtung zur Verfügung stehen und es wird öffentliche Ladestationen im Stadtgebiet München geben. (Quelle)

Es steht zwar auf der Antragsseite nicht explizit dabei, aber ich denke mal, man sollte als Bewerber in München wohnen.

20. Mai 2009

Daimler steigt bei Tesla ein

Der Stuttgarter Daimler-Konzern hat sich mit 10% am amerikanischen Elektroauto-Hersteller Tesla beteiligt. Damit verfolgt der Autoriese weiter sein Ziel der Elektrifizierung des Automobils. In der Vergangenheit arbeiteten die beiden Firmen bereits zusammen, um die ersten 1000 Elektro-Smarts auf die Straße zu bringen. Laut Daimler ist

Tesla ist derzeit der einzige Hersteller, der ein speziell auf Langstrecken ausgelegtes Batteriefahrzeug in Nordamerika und Europa vertreibt. (Quelle)

Laut Techcrunch erwartet Daimler nun den ersten batteriebetriebenen Mercedes in 2010, die komplette Produktpalette soll 2012 elektrische Motoren im Angebot haben.

Als Teil der Zusammenarbeit wird Prof. Herbert Kohler, Leiter E-Drive & Future Mobility bei der Daimler AG, Mitglied im Aufsichtsrat der Tesla Motors Inc. (Quelle)

Neben Tesla geht der Konzern weitere strategische Partnerschaften ein, so z.B. mit Evonik im Joint Venture Accumotive. Oder die Beteiligung an Li-Tec, einem Spezialisten für Lithium-Ionen Batteriezellen.

Bei Techcrunch heißt es weiter, dass die Anteile ca 50 Mio. Dollar wert sind. Außerdem ist Tesla’s Anfrage nach 350 Mio Dollar staatlicher Anleihe "informally approved and will also be announced shortly." Das Geld kommt gerade recht um Teslas erste Limousine Model S zu ermöglichen.

Weitere Infos bei heise Autos: Daimler beteiligt sich an Elektroautohersteller Tesla

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